Verteidigungsministerium errichtet neue Luftverteidigungslinie nach russischem Großangriff
Das teilte das Verteidigungsministerium der Ukraine mit.
Gestern, am 24. März, wehrte die Ukraine den größten Luftangriff am Tag seit Beginn des Krieges ab. Trotz einer Rekordzahl an eingesetzten Waffensystemen gelang es den Luftverteidigungskräften, den Angriff abzuwehren und über 94 Prozent der abgefeuerten Ziele zu zerstören.
Diesem Angriff ging ein kombinierter Luftangriff des Feindes mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen voraus. Insgesamt wurden im Laufe des Tages 999 Shahed-Drohnen eingesetzt.
Allein in der Region Kyjiw kamen rund 250 Drohnen zum Einsatz.
„Noch vor einem Jahr wurde eine solche Anzahl von Drohnen für einen massiven Angriff auf dem gesamten ukrainischen Territorium eingesetzt. Gestern konnten sie in Grenzen einer Region vollständig zerstört werden. Über Kyjiw wurde kein einziges Luftziel registriert – außer einem Vogelschwarm“, betonte das Verteidigungsministerium.
Russland setzt verschiedene Waffentypen in unterschiedlichen Höhen und Geschwindigkeiten ein, um die Luftverteidigung zu überlasten.
„Als Reaktion darauf entwickelt die Ukraine eine gestaffelte Verteidigung, die auf einem systematischen Ansatz basiert. Alle verfügbaren Ressourcen werden zur Abwehr von Angriffen eingesetzt: Luftwaffeneinheiten, Abfangdrohnen, mobile Feuergruppen, taktische Luftwaffe und Hubschrauber. Die Ukraine führt großangelegte, komplexe Luftoperationen durch, die weltweit keine Analoga haben“, betonte das Verteidigungsministerium.
Die Ergebnisse solcher Einsätze sind bereits in Großstädten bemerkbar, die traditionell die Hauptziele des Gegners waren. Da dem Aggressor die begrenzten Angriffsmöglichkeiten bewusst sind, verlagert er seinen Fokus auf Angriffe auf die friedliche Infrastruktur in den westlichen Regionen der Ukraine.
„Das ukrainische Verteidigungsministerium arbeitet bereits am Aufbau einer neuen Luftverteidigungslinie, die Angriffe auf friedliche Städte im Westen des Landes unmöglich machen soll“, betonte das Ministerium.
Der Feind versteht diese Prozesse. Deshalb setzte Russland beim Angriff am 24. März alle verfügbaren Ressourcen ein.
„Die Luftverteidigungssoldaten leisten Tag und Nacht äußerst komplexe Arbeit und zeigen dabei eine immer höhere Effizienz“, hob das Verteidigungsministerium hervor.
Wie berichtet verübten die russischen Besatzer in der Nacht zum 24. März einen kombinierten massiven Angriff. In elf Regionen wurden Schäden registriert. Die Luftverteidigungskräfte neutralisierten 25 russische Raketen und 365 Drohnen verschiedener Typen.
Am Nachmittag des 24. März griff Russland erneut die Ukraine mit 556 Kampfdrohnen an, von denen die Luftverteidigung 541 abfing.