EU verhängt neue Sanktionen wegen Verschleppung ukrainischer Kinder durch Russland
Das erklärte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, vor Beginn des Treffens des EU-Außenministerrats in Brüssel, wie ein Korrespondent von Ukrinform berichtet.
„Heute werden wir mit Sanktionen gegen diejenigen, die mit aus der Ukraine deportierten ukrainischen Kindern arbeiten, vorankommen“, sagte Kallas.
Sie erinnerte außerdem daran, dass am Nachmittag in Brüssel ein Treffen auf dem hohen Niveau der internationalen Koalition für die Rückholung ukrainischer Kinder stattfinden wird, bei dem „gleichgesinnte Partner“ weiter darüber beraten werden, „wie die Kinder nach Hause zurückkehren können und was die internationale Gemeinschaft noch tun kann, denn was diesen Kindern angetan wird, ist entsetzlich.“
Zu den jüngsten Waffenstillstandserklärungen sagte Kallas: „Wir haben gesehen, dass der von Putin geforderte Waffenstillstand ein äußerst zynischer Versuch war, seine Parade zu schützen, während in Wirklichkeit Zivilisten in der Ukraine angegriffen wurden.“
Dabei habe die Ukraine die Waffenruhe „bedingungslos“ eingehalten, wie schon zuvor, betonte die Hohe Vertreterin der EU, während Russland sie traditionell gebrochen habe.
Wie berichtet überraschte Kallas Wladimir Putins Wunsch nach dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als EU-Verhandlungsführer nicht, da dieser in diesem Fall „auf beiden Seiten des Verhandlungstisches“ säße.
Foto: Präsidialamt