Militärexperte: Ukraine macht das Schwarze Meer zu einer Falle für die russische Marine

Militärexperte: Ukraine macht das Schwarze Meer zu einer Falle für die russische Marine

Ukrinform Nachrichten
Ukrainische Seedrohnen und Angriffe auf die russische Schwarzmeerflotte haben Vorstellungen von Seekriegsführung komplett geändert. Nach ukrainischen Aktionen können sich russische Schiffe sogar an ihren Stützpunkten nicht mehr sicher fühlen, sagte ehemaliger Vize-Stabschef der ukrainischen Marine, Fregattenkapitän, Andrij Ryzhenko, in einem Ukrinform - Interview.   

Zu Beginn der großangelegten Invasion plante Russland, innerhalb einer kurzen Zeit die Kontrolle über das Schwarze Meer herzustellen und eine Landungsoperation an der ukrainischen  Schwarzmeerküste durchzuführen. „Doch Seeminen und Neptun-Raketen haben russischen Landungsversuch in der Nähe von Odessa vereitelt“, so Ryzhenko.  

Die Rückeroberung der im Schwarzen Meer gelegenen Schlangeninsel (Insel Smijinyj) sei ein Wendepunkt geworden, welcher es der Ukraine ermögliche, die maritime Logistik wiederherzustellen. „Ohne der Rückeroberung der Schlangeninsel wäre der „Getreidekorridor“ unmöglich gewesen“, betonte der Experte.  

Gerade ukrainische Drohenattacken seien demnach der Hauptgrund, warum Russland seine Kontrolle über das Schwärze Meer nicht behalten konnte. „Seedrohnen haben die russische Flotte zu einer Flucht aus Sewastopol gezwungen“, so Ryzhenko.  

 Ein Teil der Schiffe musste nach Noworossijsk an der Ostküste des Schwarzen Meeres verlegt werden, wo sie faktisch „eigesperrt“ seien.

 Ein  Teil der Schiffe musste nach Noworossijsk an der Ostküste des Schwarzen Meeres verlegt worden, wo sie faktisch „eigesperrt“ seien.

Der Krieg in der Ukraine hat die Anfälligkeit großer Kriegsschiffe für kleinere unbemannte Systeme offengelegt. Den letzteren gehöre, so Ryzhenko, die Zukunft der Flotte.

Die ukrainische Erfahrung stelle ein großes Interesse für die USA, Großbritannien und anderen NATO- Mitgliedstaaten dar. „Der Ukraine -Krieg hat die Vorstellungen vom klassischen Modell des Seekrieges komplett geändert“, so Ryzhenko.   


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