Kallas warnt einzelne EU-Mitglieder vor direkten Verhandlungen mit Russland
Dies erklärte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, vor Journalisten zum Auftakt informeller Beratungen der Außenministerinnen und Außenminister der EU-Staaten in Zypern, berichtet ein Korrespondent von Ukrinform.
Das Interesse der EU bestehe vor allem an einem dauerhaften und nachhaltigen Frieden, der Elemente wie die Rechenschaftspflicht Russlands für die Aggression umfassen sollte, betonte die EU-Chefdiplomatin.
Kallas machte deutlich, dass sie die ursprüngliche Liste der Forderungen an Russland bereits im Februar erstellt habe. Ihren Worten zufolge sei diese „maximalistisch“, doch ebenso seien auch die Forderungen Russlands an die Ukraine.
Zu den Forderungen Europas gehört die Einhaltung internationaler Abkommen durch Russland, in denen es sich verpflichtet hat, seine Nachbarn nicht anzugreifen und ihre Souveränität zu respektieren, sowie spiegelartige Zugeständnisse, die von der Ukraine verlangt werden, insbesondere hinsichtlich der die zahlenmäßigen Begrenzung für die russischen Streitkräfte. Außerdem sollte Europa von Russland verlangen, die Truppen aus Georgien und Moldawien abzuziehen.
Kallas warnte einzelne Mitgliedstaaten davor, direkte Verhandlungen mit Russland zu führen, da „wir einzeln viel schwächer sind als gemeinsam“.