Kreml baut seine Präsenz in Afrika über „russische Häuser“ aus
Die sogenannten „russischen Häuser“ werden über russische staatliche Strukturen, wie das im Jahr 2014 geründete „Zentrum für Volksdiplomatie“ eröffnet. Offiziell hat die Struktur es zum Ziel, „wahrhafte“ Informationen über Russland zu verbreiten. Der Generaldirektor des Zentrums ist Abgeordneter des russischen Parlaments von der Partei „Geeintes Russland“, Dmitrij Saweljew.
Moskau plant, Niederlassungen in acht afrikanischen Ländern zu eröffnen - in Nigeria, Sierra- Lione, Togo, Mosambik, Mali, Senegal, Liberia und São Tomé und Príncipe.
Die wichtigste Zielgruppe ist die Jugend. In „russischen Häusern“ werden sie ideologisch bearbeitet, insbesondere durch sowjetische und russische Filme sowie „richtige“ aus ideologischer Sicht Literatur, welche den jungen Afrikanern ein Bild von „glücklichem Russland“ vermitteln sollen. .
Auf solche Weise sollen sie als Arbeitsmigranten auf eine Auswanderung nach Russland vorbereitet werden.
Für viele Afrikaner, insbesondere Studenten, endet aber eine Reise nach Russland mit der Unterzeichnung eines Vertrags mit der russischen Armee und dem Tod bei sogenannten „Fleischstürmen“ im Ukraine- Krieg.
„Das Endziel des Kremls ist es - eine Generation loyaler Afrikaner zu erziehen, welche keine unbequemen Fragen über die kriminelle und schädliche Tätigkeit Russlands auf derer Territorien stellen werden. Das ist für Moskau von strategischer Bedeutung, denn das reale Ziel seiner Präsenz in Afrika ist es – eine großangelegte und unkontrollierte Ausbeutung von Naturressourcen, eine faktische Beraubung afrikanischer Völker mit katastrophalen Folgen für die nächsten Generationen, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Umweltschutz“, hieß es im Bericht.
Ein leuchtendes Beispiel dafür sei demzufolge der Sudan, wo vom Kreml kontrollierte Gruppierungen durch handwerklichen Goldabbau unter Einsatz von Quecksilber Wasserressourcen langfristig verseucht haben. Die örtliche Bevölkerung werde ausschließlich als billige Arbeitskraft angesehen. Laut dem HUR nutze Russland systematisch UN- Mechanismen zum Ausbau seines Propaganda-. Netzwerks in Afrika.