Ukraine und Deutschland vereinbaren gemeinsame Entwicklung und Produktion neuer Waffen
Eine entsprechende Absichtserklärung wurde heute von den beiden Ministern in Kyjiw unterzeichnet.
Deutschland sei heutzutage „Nummer Eins“ in der Welt bei der Unterstützung für die Ukraine, vor allem bei der Stärkung unserer Luftverteidigung, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow vor der Presse.

Es handele sich demnach um die Beschaffung von hunderten Raketen für Patriot- Luftverteidigungssysteme.
Die Ukraine und Deutschland haben vor kurzen einen Vertrag unterzeichnet, nach dem die Ukraine im kommenden Jahr eine neue Lieferung dieser Raketen erhalten soll.

„Für uns ist das ein präzendenzloses Hilfspaket“, betonte Fedorow. Dank der Finanzierung der zusätzlichen Abwehrraketen konnte die Ukraine demnach den vergangenen Winter überstehen und ihre kritische Infrastruktur vor russischen Angriffen schützen.
Er dankte für diese Unterstützung sowie für andere Hilfspakete, darunter die Finanzierung von Abfangdrohnen und Luftverteidigungssystemen IRIS-T.
Deutschland habe demzufolge mit der Finanzierung von middle strikes und deep strikes begonnen. Middle strikes würden es der Ukraine ermöglichen, die militärische Logistik russischer Truppen zu zerstören. Im Bereich deep strike habe die Ukraine, so der Minister, die Initiative übernommen. Durch die Angriffe wurden in den vergangenen Monaten mehrere Ölraffinerien und Rüstungswerke weit in russischem Hinterland zerstört.
Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius ist heute zu einem unangekündigten Besuch in der Ukraine eingetroffen.
Foto: Danijar Sarsenow