Selenskyj über neuen Ultimatum: Russland fordert Rückzug der Ukraine aus Donbas innerhalb von zwei Monaten
Das erklärte heute der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Rede auf dem Butscha-Gipfel 2026.
„Das, was Russland will und die Partner verbreiten – sie sehen das Ende des Krieges oder der heißen Phase des Krieges in dem Rückzug der Ukraine, nach der Annahme dieser Entscheidung, aus dem Osten. Nun stellen die Russen der amerikanischen Seite neue Fristen. Ich bin erstaunt, wie man das glauben kann. Ich bin einfach nur überrascht, diese Geschichte zieht sich schon so lange hin. Jetzt gibt es neue Fristen. Sie sagten (das sind die neuesten Informationen), dass sie in zwei Monaten den Osten unseres Staates einnehmen werden, ich zitiere – den Donbas besetzen. Und deshalb hat die Ukraine zwei Monate Zeit, sich zurückzuziehen, dann sei der Krieg beendet. Und wenn die Ukraine sich nicht innerhalb von zwei Monaten zurückzieht, werde Russland den Donbas einnehmen, und dann werden andere Bedingungen gestellt“, sagte Selenskyj.
Seinen Worten zufolge stellt sich in diesem Fall die logische Frage: Wenn das Ziel der Russen nur der Donbas ist, warum sagt die russische Seite dann, dass sie weiter gehen und weitere Bedingungen stellen wird?
„Das heißt, das Problem liegt also meiner Meinung nach nicht im Donbas“, betonte er.
Der Präsident merkte an, dass die Russen sehr wohl verstehen, dass sie den Donbas nicht innerhalb von zwei Monaten einnehmen können. Deshalb üben sie nach Ansicht des Staatschefs Druck auf die Partner aus.
Gleichzeitig fügte der Präsident hinzu, dass die ukrainische Seite zu einem Kompromiss bereit gewesen sei und es weiterhin sei.
„Dieser Kompromiss hängt damit zusammen, dass wir zu einem Waffenstillstand an unserem Standort bereit sind. Ich glaube, dass dies ein starkes Zeichen der Kompromissbereitschaft der Ukraine ist, um den Weg zur Diplomatie zu ebnen“, betonte Selenskyj.