Selenskyj: Russland drosselt seine Ölförderung
„Unser Auslandsgeheimdienst hat neue russische Dokumente über Verluste des Aggressorstaates durch seinen Krieg erhalten. Dabei ist es wichtig, dass es gerade um eine russische Einschätzung geht, die sie von der ganzen Welt und seinen Bürgern verheimlichen wollten. Der erste wichtige Indikator ist eine Reduzierung der Zahl der aktiven Förderstellen. Alleine ein russisches Ölunternehmen – nicht das größte - ist bereits gezwungen, circa 400 seiner Förderstellen stillzulegen", so Selenskjy.
Angesichts technologischer Besonderheiten seien es demnach ziemlich spürbare Verluste, denn eine Wiederaufnahme des Betriebes einer Bohrstelle in Russland viel schwieriger sei, als in anderen Ländern.
Der zweite Indikator sei der Rückgang der Ölgewinnung in Russland seit Jahresbeginn. „Wir sehen also, dass unsere Langstreckensanktionen Wirkung zeigen und wir werden in dieser Richtung weiter arbeiten“, betonte der Präsident.
Es zeichne sich zudem eine Bankenkrise ab - 11 Banken stünden demnach vor der Abwicklung, die weiteren acht Banken hätten kritische Probleme, die ohne Ressourcen von außen nicht gelöst werden könnten.
Das Haushaltsdefizit in Russland betrage bereits 80 Milliarden US - Dollar, und das vor dem Hintergrund der leeren Kassen in einem größeren Teil der Regionen.
Der Präsident habe den Chef des Auslandsgeheimdienstes Oleg Luhowyj angewiesen, die gewonnenen Informationen über Versuche Russlands, internationale Firmen zur Umgehung von Sanktionen sowie zur Verbessrung der Finanzsituation im Lande heranzuziehen, zu verbreiten.
Foto: Selenskyj / Telegram