Ortschaften in Region Donezk über 1.600 Mal an einem Tag beschossen

Ortschaften in Region Donezk über 1.600 Mal an einem Tag beschossen

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Ukrinform Nachrichten
Das russische Militär beschoss die Frontlinie und acht Siedlungen in der Region Donezk in den vergangenen 24 Stunden 1.658 Mal, teilte die Hauptverwaltung der Nationalpolizei in der Region Donezk mit.

„Am 30. März hat die Polizei 1.658 Beschüsse entlang der Frontlinie und auf das Wohngebiet der Region registriert. Acht Siedlungen sind beschossen worden: die Städte Kramatorsk, Dobropillja, Druschkiwka, Mykolajiwka, Slowjansk sowie Dörfer Jasnohirka, Wasyliwska Pustosch, Karpiwka“, heißt es in dem Bericht.

Laut Polizei wurden 30 zivile Objekte zerstört, darunter 20 Wohnhäuser.

Die Polizei gab bekannt, dass die russischen Besatzer zwei KAB-250-Fliegerbomben auf Slowjansk abgeworfen haben, wodurch eine Person verletzt wurde. Zwei Mehrfamilienhäuser, zehn Privathäuser, ein Geschäft, drei Verwaltungsgebäude, zwei medizinische Einrichtungen, ein Heizraum und ein Nichtwohngebäude wurden beschädigt.

In Druschkiwka wurde bei Drohnenangriffen ein Zivilist verletzt, und ein Privathaus sowie zwei Wohnhäuser wurden zerstört.

In Dobropillja wurde eine Person durch den Treffer einer FPV-Drohne verletzt.

In Kramatorsk beschädigte eine feindliche FPV-Drohne ein ziviles Auto, in Jasnohirka - einen Lkw.

Ein Angriff einer Molnija-2-Drohne im Dorf Wasiliwska Pustosch zerstörte drei Häuser.

In Mykolajiwka wurde ein Privathaus durch russischen Beschuss beschädigt, in Karpiwka - ein Privathaus und ein Nichtwohngebäude.

Die Polizei leitete gemeinsam mit dem ukrainischen Sicherheitsdienst (SBU) ein Strafverfahren gemäß Artikel 438 (Kriegsverbrechen) des ukrainischen Strafgesetzbuches ein.

Am 30. März verletzten russische Besatzungstruppen in der Region Donezk sechs Zivilisten, teilte weiter der Leiter der Donezker Militärverwaltung Wadym Filaschkin auf Facebook mit, berichtet Ukrinform.

„Russland tötet Zivilisten! Am 30. März haben die Russen sechs Zivilisten in der Region Donezk verletzt: 4 - in Slowjansk, 1 – in Dobropillja und 1 - in Druschkiwka“, teilte der Gebietsgouverneur mit.

Wie Wadym Filaschkin weiter feststellte, es sei derzeit unmöglich, die genaue Zahl der Opfer in Mariupol und Wolnowacha festzustellen. Seit Beginn der Invasion der russischen Armee in der Ukraine am 24. Februar sind in der Region Donezk 4.011 Menschen getötet und 9.126 verletzt worden.

Wie berichtet steht die Region Donezk unter ständigem Beschuss russischer Besatzungstruppen, der Aggressor tötet und verletzt Bürger und zerstört Häuser, Betriebe sowie Energie-, Gas- und andere Infrastruktureinrichtungen. In der Region gibt es schon lange keine Gasversorgung und in vielen Siedlungen keine Wasserversorgung. Der Feind versucht, die ukrainische Verteidigung in mehreren Richtungen zu durchbrechen. Die Region Donezk weist mit rund 300 km die längste Frontlinie auf.

Seit Beginn der groß angelegten Invasion, einer sogenannten „Spezialmilitäroperation“ wurden nach aktualisierten Angaben (Stand 11.03.2026) aus dem Teil der Oblast Donezk, das von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird, und aus unter Beschuss stehenden Teilen der Region Donezk in sichere Orte mehr als 1.341.500 Gebietseinwohner evakuiert und die Menschen werden jeden Tag weiter evakuiert. Davon beträgt die Gesamtzahl der evakuierten Kinder mehr als 205.000 und rund 47.300 sind Menschen mit Behinderungen. Derzeit bleiben 180.700 Zivilisten in der von den ukrainischen Behörden kontrollierten Region, 11.224 von ihnen sind Kinder.

In der Region Donezk befinden sich derzeit noch 28.000 Zivilisten im Gebiet aktiver Kampfhandlungen, darunter 108 Kinder.

Seit Dezember 2023 haben die russischen Invasoren noch mehr den Beschuss der Ortschaften der Region Donezk verstärkt, weshalb die obligatorische Evakuierung (Beginn am 02. August 2022) der Bevölkerung in der Region fortgesetzt wurde. Mit Stand von Anfang Juni 2024 lebten noch etwa 472.000 Einwohner in der Region Donezk. Zum Stand vom 23. April 2025 befanden sich schon 281.500 Zivilisten im unbesetzten Teil der Region Donezk.

Die Stadt Pokrowsk ist derzeit schwer umkämpft. Die Russen dringen in kleinen Gruppen in die Stadt ein.


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