EU - Außenminister gedenken der Opfer des Massakers von Butscha
„Leider sind das keine einzelnen Verbrechen, sondern ein Lehrbuch, von dem sich Russland an jedem Ort, den es einnimmt, leiten lässt. Das soll man immer bedenken. Deswegen liegt der Fokus unsers Besuches darauf, dass die Frage der Verantwortung Russlands auf der Tagesordnung bleibt“, sagte Kallas.
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Heute vor vier Jahren wurde der Vorort von Kyjiw nach fünf Wochen Besatzung wieder befreit.
Nach dem Rückzug russischer Truppen aus Butscha wurden dort Hunderte Leichen entdeckt. Laut ukrainischen Behördenangaben wurden während der russischen Besatzung der Stadt und der rumliegenden Gemeinden 582 Menschen getötet. Die meisten von ihnen wurden erschossen oder zu Tode gefoltert. Die Stadt wurde zum Synonym für die Brutalität der russischen Armee.
„Die starke europäische Präsenz zeigt, dass es unausweichlich ist, Russland für seine Gräueltaten zur Rechenschaft zu ziehen. Eine umfassende Aufklärung der russischen Verbrechen ist lebenswichtig, um die Gerechtigkeit in Europa wiederherzustellen", schrieb zuvor der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf X. .
Laut Kallas arbeite die Europäische Union daran, Hindernisse zu überwinden, um das 20. Sanktionspaket gegen Russland bei der nächsten Sitzung des Europarates zu verabschieden.
„Ja, es gibt bestimmte Hindernisse auf dem Weg zum 20. Sanktionspaket sowie in Bezug auf die Auszahlung des Darlehens. Die Arbeit an derer Beseitigung dauert an und ich kann heute leider keine guten Nachrichten mitteilen. Wir sind immer noch dran und hoffen, dass eine entsprechende Entscheidung bei der nächsten Sitzung des Europarates getroffen wird“, sagte die EU - Außenbeauftragte.
Foto: Sybihа/X