Orbán fordert Selenskyj auf, Betrieb der Druschba- Ölpipeline wieder aufzunehmen

Orbán fordert Selenskyj auf, Betrieb der Druschba- Ölpipeline wieder aufzunehmen

Ukrinform Nachrichten
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat in einem offenen Brief Präsident Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, seine Handlungen widersprechen angeblich den Interessen seines Landes.

Das schrieb Orbán auf der Onlineplattform X, berichtet Ukrinform. 

"Vier Jahre lang haben Sie daran gearbeitet, Ungarn in einen Krieg zwischen Ihrem Land und Russland zu ziehen. In dieser Zeit haben Sie Unterstützung aus Brüssel erhalten und sich die Unterstützung der ungarischen Opposition gesichert", schrieb der ungarische Ministerpräsident.

Darüber hinaus erwähnte Orbán die Ölpipeline Druschba, die „für die Energieversorgung Ungarns von entscheidender Bedeutung ist“ und beschuldigte Selenskyj, deren Betrieb „zu blockieren“.

„Ihre Handlungen widersprechen den Interessen Ungarns und gefährden die sichere und erschwingliche Energieversorgung der ungarischen Familien“, schrieb er.

Orbán forderte den ukrainischen Präsidenten auf, „seine anti-ungarische Politik zu ändern“.

Abschließend forderte der ungarische Ministerpräsident Wolodymyr Selenskyj auf, den Betrieb der Druschba-Pipeline „sofort wieder aufzunehmen“ und „auf weitere Angriffe auf Ungarns Energiesicherheit zu verzichten“.

Ungarn hat seinerseits den Export von Dieselkraftstoff in die Ukraine bis zur Wiederaufnahme des Öltransits nach Ungarn ausgesetzt. Ungarn erwäge auch die Möglichkeit, den Export von Strom und Gas an die Ukraine einzustellen, wenn Kyjiw die russischen Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline nicht wieder aufnimmt.

Der ungarische Außenminister Peter Szijjártó erklärte, Budapest werde die Genehmigung des 20. EU-Sanktionspakets gegen die Russische Föderation und die Vergabe von Krediten für die Ukraine blockieren, bis der Transit von russischem Öl durch die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen werde.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erinnerte Ungarn daran, dass die Probleme mit dem Transit russischen Erdöls gerade durch die Aggression der Russischen Föderation und ihre Einschläge gegen die Infrastruktur der Pipeline Druschba verursacht wurden, auf die Budapest öffentlich nicht reagiert.

Foto: Zoltan Kovacs / Мережа Х


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