Selenskyj: Russland setzte bei nächtlichem Angriff wahrscheinlich nordkoreanische ballistische Raketen ein
"Beim Angriff in dieser Nacht wurden 36 Raketen eingesetzt, die ihr Ziel auf einer ballistischen Flugbahn erreichten. Nur vier davon konnten abgewehrt werden“, so Selenskyj.
Er beklagte einen „erheblicher Mangel“ an Patriot – Abwehrraketen und betonte, dass vor allem die Vereinigten Staaten bei der Überwindung dieses Defizits helfen könnten.
„Wir suchen auf allen Ebenen nach Wegen, um die Lieferung zu beschleunigen, um die notwendigen Signale an die amerikanische Seite zu übermitteln, damit die Ukraine eine Möglichkeit hat, das Leben zu schützen. Das ist momentan besonders nötig – nicht nur vor dem Winter, sondern auch vor unserem nächsten gemeinsamen Versuch mit den Partnern, die Verhandlungen zu intensivieren“, hieß es.
Er merkte dabei an, dass Russland Diplomatie auf eine „spezielle Weise“ verstehe – als eine Art von Aggression.
„Mit der Verstärkung der Angriffe gegen die Ukraine, gegen unsere Infrastruktur, versucht Russland gerade jetzt zusätzlich eine Grundlage für Druck auf die ukrainische Position und die Position unserer Partner vorzubereiten“, so der Präsident.
Nach vorläufigen Angaben habe Russland beim nächtlichen Angriff auf eine wichtige Energieanlage Raketen vom Typ KN-23 eingesetzt, die von Nordkorea hergestellt und geliefert werden.
„Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass die globalen Sanktionen deutlich verschärft werden müssen – gegen jeden auf der Welt, der seine ‚Dienstleistungen‘ bei der Zerstörung von Leben anbietet“, betonte Selenskyj.