Geheimdienst: Russland baut Schattenflotte zum Transport von Flüssiggas auf
Das Importverbot von Flüssigerdgas (LNG) aus Russland in die EU soll schon Anfang 2027 kommen.
"Der Kreml kauft alte Gastanker und nimmt erste Schiffe aus eigener Produktion in Betreib“, hieß es. Im Gegensatz zur Schattenflotte zum Erdöltransport, welche mehr als ein Tausend Tanker zähle, sei der Bau von einem Analog für den Transport von Flüssiggas viel schwieriger aus technologischer Sicht. LNG wird bei etwa -162 °C gelagert. Es soll über lange Strecken sicher gekühlt und bei Bedarf an Land wieder in Gas umgewandelt werden.
Der Bau eines Gastankers kostet bis 300 Millionen US- Dollar. Deswegen kauft Moskau mehr als 19 Jahre alte Schiffe, die von internationalen Reedereien abgeschrieben wurden.
In den vergangenen sechs Monaten habe Russland nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes seine Gastanker- Schattenflotte um mindestens 8 gebrauchte und zwei neue Tanker aufgestockt. Insgesamt verfüge Russland derzeit über 25 Gastanker – unter den identifizierten seien die Schiffe Kosmos, Orion, Merkuriy, Luch, Arctic Express, Avacha, Chaivo sowie zwei neue Schiffe Aleksey Kosygin und Konstantin Posiet.
An der Werft „Zwezda“ in der Region Primorje am Japanischen Meer würden vier weitere Gastanker gebaut.
Illustratives Foto: Auslandsgeheimdienst