Häfen in Oblast Leningrad erneut attackiert
Darüber schreibt der Oppositionskanal Astra.
Der Gouverneur der Region, Aleksandr Drosdenko, erklärte, dass am Donnerstag, dem 26. März, mindestens dreimal ein Luftalarm für die Region anging. Zudem führte die russische Luftfahrtbehörde Rosaviazyja Flugbeschränkungen am Flughafen Pulkowo ein.
Laut Internetzeitung Nastojaschtschee Wremya berichtete Drosdenko, dass angeblich 36 Drohnen über der Oblast Leningrad abgeschossen wurden.
Gleichzeitig meldeten die Telegram-Kanäle „KyberBoroshno“ und „Exilenova+“, dass die Öltankerhäfen Ust-Luga und Primorsk in der Nacht „wiederholt gleichzeitig angegriffen wurden“.
Der Telegram-Kanal „Krymskyj Weter“ berichtete unter Berufung auf Satellitenbilder von heftigen Bränden in den Anlagen.
Unterdessen gab der Gouverneur der Oblast Wologda, Georgi Filimonow, bekannt, dass infolge des Drohnenangriffs auf das Industriegelände in Tscherepowez acht Drohneneinschläge registriert wurden. Später berichtete er, dass zehn unbemannte Luftfahrzeuge „über dem Industriegelände von Tscherepowez“ abgeschossen wurden.
Gleichzeitig griffen Drohnen laut einer OSINT-Analyse von Astra das Stahlwerk „Sewerstal“ in Tscherepowez an. Eine der Drohnen traf vermutlich den Hochofen des Unternehmens. Das veröffentlichte Video vom Ort des Geschehens wurde zwei Kilometer vom Brandherd entfernt aufgenommen.
Das metallurgische Werk Tscherepowez („Sewerstal“) ist das zweitgrößte Stahlwerk Russlands. Es produziert eine breite Produktpalette, darunter Koks, Sinter, Roheisen, Stahl sowie Flach- und Langwalzprodukte.
Sewerstal unterliegt Sanktionen der Ukraine, der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands. Der Firmeninhaber, der Milliardär Aleksej Mordaschow, steht ebenfalls auf der Sanktionsliste, weil er Russlands Invasion in der Ukraine unterstützt hat.
Außerdem meldeten Anwohner einen Angriff auf das Unternehmen „Apatit“, Europas größten Hersteller von phosphorhaltigen Düngemitteln, Phosphor- und Schwefelsäure. Das Unternehmen gehört auch zu den führenden russischen Herstellern von NPK-Düngemitteln.