Russische Angriffe auf die Ukraine: UNO meldet drastischen Anstieg der Zahl ziviler Opfer
Das erklärte Kayoko Gotoh, Direktorin für politische Angelegenheiten am Montag, 27. Juli bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats, meldet der eigene Korrespondent von Ukrinform.
Wohnhäuser, Kinderspielplätze, Tankstellen, Märkte und Logistiklager wurden getroffen, die Hauptstadt Kyjiw stehe unter ständigem Beschuss. Insgesamt kämen im Juli mindestens 56 Zivilisten in Kyjiw ums Leben, weitere 232 wurden verletzt, sagte Gotoh.
Sie machte ferner deutlich, dass frontnahe Gemeinden in den Regionen Donezk, Charkiw, Sumy, Cherson, Dnipropetrowsk und Saporischschja den Angriffen mit gelenkten Fliegerbomben täglich ausgesetzt werden.
Gotoh äußerte zudem ihre Besorgnis über die Lage im Kernkraftwerk Saporischschja. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEO hatte am 15. Juli den 22. vollständigen Ausfall der externen Stromversorgung des Kraftwerks seit Kriegsbeginn gemeldet. Zehn dieser Fälle seien allein in den letzten drei Monaten aufgetreten, betonte Gotoh.
Darüber hinaus forderte die Direktorin für politische Angelegenheiten bei der UNO die Parteien, diplomatische Bemühungen zu erneuern.
Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands wurden in der Ukraine mindestens 16.141 Zivilisten, darunter 803 Kinder, getötet sowie 48.613 Personen, darunter 2.960 Kinder, verletzt.
Außerdem erwähnte sie die Opfer unter der Zivilbevölkerung in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine.
Ihr zufolge stelle die Eskalation der Kampfhandlungen auch eine immer größere Bedrohung für die weltweite Ernährungssicherheit dar.
Der UN-Sicherheitsrat trat am Montag zu einer Sondersitzung zusammen, um über die russischen Angriffe auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer zu beraten.
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