Selenskyj erörtert mit Sandu Sicherheit, EU und wirtschaftliche Zusammenarbeit

Selenskyj erörtert mit Sandu Sicherheit, EU und wirtschaftliche Zusammenarbeit

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Ukrinform Nachrichten
Die Ukraine und Moldau vertiefen die Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Infrastruktur und Energie und rücken gemeinsam zu einem EU-Beitritt vor. Beide Staaten erhoffen die baldige Eröffnung der Verhandlungsclusters.

Dies erklärte heute der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer mit der moldauischen Staatspräsidentin Maia Sandu gemeinsamen Pressekonferenz, berichtet ein Korrespondent von Ukrinform.

„Heute haben wir mit Maia Sandu den folgenden Themen besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Sicherheit, unsere grenzüberschreitende Zusammenarbeit, unser Schutz, Entwicklung, Infrastruktur und Energie. Wir haben uns sehr ausführlich über unseren Weg zur Europäischen Union, über die Partnerschaft und den gemeinsamen Weg gesprochen. Beide unseren Staaten verdienen es, Teil eines starken, geeinten Europas zu sein“, so Selenskyj.

Der Präsident betonte, dass die Ukraine die europäischen Integrationsbestrebungen Moldaus konsequent unterstützt.

„Die Ukraine hat Moldaus Recht auf EU-Mitgliedschaft stets verteidigt. Wir haben auch früher wichtige Schritte unternommen, um die Beitrittskandidatur beider Staaten zu sichern. Nun arbeiten wir daran, alle Cluster zügig zu öffnen und den EU-Beitritt zu unserem gemeinsamen Erfolg zu machen – für die Ukraine, Moldau und die gesamte EU“, sagte er.

Laut Selenskyj wird die Ukraine Moldau weiter im Sicherheitssektor unterstützen.

„Wir werden Moldau weiterhin in Sicherheitsfragen unterstützen, insbesondere im Hinblick auf die Region Transnistrien“, betonte das ukrainische Staatsoberhaupt.

Er hob auch die Entwicklung der trilateralen Zusammenarbeit mit Rumänien hervor, insbesondere im Bereich Infrastruktur und Energie.

„Wir sind bereit, unsere trilateralen Formate gemeinsam mit Rumänien weiterzuentwickeln. Wir machen wichtige Sachen gemeinsam in der Infrastruktur. Dies betrifft Transportwege, insbesondere den Transitverkehr, aber auch unseren Energiesektor, insbesondere grenzüberschreitende Stromleitungen. Je besser unsere Energiesysteme miteinander verbunden sind, desto besser ist der Schutz für unsere Leute und unsere Völker“, betonte der Präsident.

Die Parteien erörterten gesondert die zwischenstaatliche Zusammenarbeit und wirtschaftliche Fragen.

„Wir haben heute unsere zwischenstaatliche Arbeit besprochen. Es ist wichtig, dass alle wirtschaftlichen Fragen, die naturgemäß in den Beziehungen zwischen Nachbarn entstehen, so schnell wie möglich und in unserem gemeinsamen Interesse gelöst werden“, fügte Selenskyj hinzu.

Sandu forderte ihrerseits die EU auf, unverzüglich Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau aufzunehmen.

„Tschornobyl vor 40 Jahren hat uns gelehrt, was gemeinsame Verwundbarkeit bedeutet. Der heutige Krieg Russlands führt uns das erneut vor Augen. Deshalb sagen wir direkt: Die Sicherheit Moldaus und die Sicherheit der Ukraine sind miteinander verknüpft. Deshalb ist der europäische Weg so wichtig. Die EU hat stets versprochen, dass Fortschritte belohnt werden. Moldau und die Ukraine haben die Bedingungen für den offiziellen Beginn der Beitrittsverhandlungen erfüllt“, sagte sie.

Sandu betonte, dass die Einhaltung der EU-Verpflichtungen für das Vertrauen an den gesamten Erweiterungsprozesses wichtig sei, und erinnerte daran, dass die EU bereits geeint und entschlossen gehandelt habe, indem sie der Ukraine 90 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt und neue Sanktionen gegen Russland verhängt habe.

„Die EU muss im Erweiterungsprozess dieselbe Einigkeit zeigen und die Verhandlungen für unsere beiden Länder unverzüglich aufnehmen“, rief die moldauische Präsidentin auf.

Sie betonte außerdem, dass der Wiederaufbau der Ukraine eine gemeinsame Verantwortung Europas sei und erklärte die Bereitschaft ihres Landes, seinen Beitrag zu leisten.

Wie berichtet traf die moldauische Präsidentin Maia Sandu am Sonntag, dem 26. April, anlässlich des 40. Jahrestages der Tschornobyl-Katastrophe in Kyjiw ein.


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