Gedenktag für die Opfer der Deportation der Krimtataren

Gedenktag für die Opfer der Deportation der Krimtataren

Ukrinform Nachrichten
Am 18. Mai gedenkt die Ukraine der Opfer der Deportation des krimtatarischen Volkes und begeht den Tag des Kampfes für Rechte des krimtatarischen Volkes.

Die Deportation begann am 18. Mai 1944 um 03:00 Uhr und dauerte bis Anfang Juni. Die erste und größte Welle der Deportation endete am 20. Mai. Die Deportation fand aufgrund des geheimes Beschlusses des Staatskomitees für Verteidigung der UdSSR Nr. 5859 vom 11. Mai 1944 statt. Dem Volk wurde der massenhafte Verrat und die massenhafte Kollaboration während der deutschen Besatzung der Krim vorgeworfen.

Nach offiziellen sowjetischen Angaben (die so genannten Zahlen von Lawrenti Beria) wurden 183.144 Menschen, nach Quellen der Krimtataren rund 400.000 Menschen deportiert. 32.000 Mitarbeiter des sowjetischen Innenministeriums waren bei der Deportation im Einsatz. Die Menschen mussten innerhalb von wenigen bis 30 Minuten ihre Häuser verlassen, es war ihnen erlaubt, nur persönliche Sachen, Lebensmittel, Geschirr mitzunehmen. Die meisten Krimtataren wurden aus der Krim in Usbekistan, ein Teil von Krimtataren wurden in den Gulag und ein Teil in das Moskauer Kohlengebiet deportiert

Neben der Deportation wurden auf der Krim auch kulturelle und historische Denkmäler wurden vernichtet, krimtatarische Ortsnamen wurden durch neue, wie „Sowjetski“, „Krasnogwardejsk“, „Perwomaisk“ ersetzt. Auf die Krim wurden die Russen und aus den anderen Sowjetrepubliken stammenden Menschen umgesiedelt. Nach dem Krieg stiegt die Zahl der Einwohner auf der Halbinsel fast um das Zehnfache.

Die stalinsche Politik gegenüber dem kriminalistischen Volk war nicht neu. Die Eroberung der Krim durch Russland 1783 führte zum Niedergang des kulturellen Lebens auf der Halbinsel, damals wurden zahlreiche alte Manuskripte verbrannt, architektonische Denkmäler zerstört. Gerade damals kamen erste Siedler aus Russland, ausländische Kolonisten auf die Krim.

Nach dem Übergang der Krim an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik im Jahr 1954 wurde ein Dekret über die Rehabilitation der Krimtataren (nicht veröffentlicht) erlassen. Sie dürfen aber auf die Krim bis Ende der 80-er Jahre nicht zurückkehren.

Nach der russischen Besatzung der Krim wird das krimtatarische Volk auf der Halbinsel wieder diskriminiert. Der Präsident der Ukraine erklärte mit einem Dekret vom 16. Mai 2014 der Tag des Kampfes für Rechte des krimtatarischen Volkes.


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