Wohngebäude in zwei Rayons von Winnyzja durch russischen Nachtangriff beschädigt
Dies teilte der Stadtrat von Winnyzja auf Facebook mit.
„In den beiden Stadtbezirken Samost und Mali Chutory sind Schäden an Wohngebäuden festgestellt worden. Es gab keine Todesopfer. Zwei Personen befinden sich im Krankenhaus. Weitere Verletzte sind vor Ort versorgt worden, lehnten aber eine Einweisung ins Krankenhaus ab“, heißt es in dem Bericht.
In Samost wurde eine Wohnung in einem Hochhaus direkt getroffen. Zum Glück war die Bewohnerin in dieser Nacht nicht zu Hause. Durch den Einschlag wurden Trennwände zwischen den Etagen zerstört. Die Trümmer werden derzeit beseitigt, und Bauarbeiter untersuchen die Gebäude, um das weitere Vorgehen festzulegen. Die Explosionswelle beschädigte auch Nachbargebäude.
In Mali Chutory zerstörte eine Drohne eine zweistöckige Garage komplett. Etwa zehn benachbarte Wohnhäuser wurden beschädigt – Fenster gingen zu Bruch, Dächer und Versorgungsleitungen wurden beschädigt.
Am 24. Februar 2022 erklärte der russische Präsident Wladimir Putin eine umfassende Invasion in die Ukraine, eine sogenannte „Spezialmilitäroperation“. In der Ukraine wurde der Verteidigungszustand verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen. Russische Besatzungstruppen beschießen und zerstören seither wichtige Objekte der kritischen Infrastruktur, befeuern massiv die Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Raketenwerfern, ballistischen Raketen und anderen tödlichen Waffen. Das Land wehrt sich heldenhaft gegen die Eindringlinge und unternimmt Gegenoffensiven.
Russland hat Teile der Regionen Donezk, Luhank, Saporischschja und Cherson vorläufig besetzt.
Die Europäische Union (EU), die USA und andere Länder haben harte Sanktionen gegen das Aggressor-Land verhängt.
Im März 2025 wurde in Dschidda (Saudi-Arabien) ein erster Impuls für Friedensgespräche gegeben und ein Treffen der US-amerikanischen und ukrainischen Delegationen abgehalten. Die Parteien gaben im Anschluss an die Ergebnisse des Treffens eine gemeinsame Erklärung ab.
Aus dem Dokument ging insbesondere hervor, dass die Ukraine ihre Bereitschaft bekundet hat, den US-Vorschlag zur sofortigen vorläufigen Feuereinstellung für 30 Tage anzunehmen. Dieser kann im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien verlängert werden, vorbehaltlich die Russische Föderation ihn annimmt und gleichzeitig umsetzt.
Im Anschluss an die Verhandlungen kündigten die USA die Wiederaufnahme ihrer Sicherheitshilfe für die Ukraine und den Austausch geheimdienstlicher Informationen an.
Unmittelbar nach dem Treffen in Saudi-Arabien begann die ukrainische Seite mit der Arbeit an Algorithmen zur ordnungsgemäßen Überwachung der Einhaltung der möglichen Waffenruhe sowie an den Modalitäten künftiger Friedensabkommen.
Bisherige Gespräche zwischen der russischen und der ukrainischen Delegation in Istanbul, wohin der ukrainische Präsident gereist war, in der Hoffnung, dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen, brachten keine Ergebnisse, außer dass der Gefangenenaustausch „1000 gegen 1000“ vereinbart wurde.
Russland hat bisher der Waffenruhe nicht zugestimmt.
Die Trump-Regierung hat laut amerikanischen Medien gemeinsam mit Moskau einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges in der Ukraine entwickelt.
Kyjiw sollte demnach die kontrollierten Gebiete im Donbass abtreten, seine Armee und einen Großteil seiner Waffen reduzieren. Im Gegenzug werden Sicherheitsgarantien für den Fall künftiger russischer Aggressionen angeboten. Die Ukraine sollte außerdem eine Bestimmung in ihre Verfassung aufnehmen, die einen Nato-Beitritt ausschließt, und die Nato soll eine entsprechende Klausel in ihre Charta eintragen. Die Nato wiederum wird keine Truppen auf ukrainischem Territorium stationieren.
Darüber hinaus sah der Plan Wahlen in der Ukraine 100 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens vor.
Trump erklärte, sein „Friedensplan“ für die Ukraine sei kein endgültiger Vorschlag.
Präsident Selenskyj berichtete in einer seiner Videoansprache, dass einige Punkte aus der Liste gestrichen und viele „richtige Dinge“ berücksichtigt worden seien.
Unlösbar bleiben nach wie vor die Fragen über die Gebiete der Region Donezk, die Russland will, dass die Ukraine sie einfach so abtritt, und das Kernkraftwerk Saporischschja.
Die Ukraine führt als Antwort auf die andauernden massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe regelmäßig Angriffe auf militärische und strategische Objekte in Russland sowie auf der vorübergehend besetzten Krim durch. Der Fokus liegt dabei auf der Schwächung der russischen Logistik und der Einschränkung der finanziellen Mittel für die russische Kriegsführung.
Foto: Stadtverwaltung Winnyzja