Minister für Agrarpolitik: Ukraine hat seit Anfang August lediglich 30% vom benötigten Umfang von Getreide exportiert
Auf Kosten alternativer logistischer Wege könnten demnach maximal 50 Prozent des benötigten Umfangs exportiert werden, solange Russland den Zugang ukrainischer Agrarprodukte zum Weltmarkt blockiere.
Circa 45% der ukrainischen Agrarprodukte werden derzeit mit der Bahn, die weiteren 45 % - über die Donau-Häfen und circa 10% - über Straßen transportiert.
Über Moldau könnten derzeit 500 bis 800 Tausend Tonnen Getreide per Schiene befördert werden, während die Schifffahrt auf Donau wegen Niedrigwasser eingeschränkt sei. Künftig könne aber die Umschlagkapazität der Donau- Häfen auf 1,5 Millionen Tonnen im Monat steigen.
Gleichzeitig schaffen die Exporteinschränkungen das Risiko eines Defizits von Lagerkapazitäten. Im November, dem Erntehöhepunkt mit Mais, könne dieses 8 bis 11 Millionen Tonnen betragen.
Laut Wyssotskyj haben internationale Partner die Bereitstellung von circa 10 Millionen US- Dollar für die Einrichtung von temporären Getreidespeichern zugesagt.