Putin erkennt nicht Zunahme ukrainischer Schläge auf tiefes Hinterland der Russischen Föderation an - ISW
Das geht aus einem Bericht des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) hervor, meldet Ukrinform.
Analytiker machen deutlich, dass die Auswirkungen der ukrainischen Angriffe in verschiedenen Regionen Russlands, sogar tief im Hinterland, immer stärker zu spüren sind. Am 5. Mai schloss die russische Luftverkehrsbehörde aufgrund von Drohnenangriffen gleichzeitig Flughäfen in 15 Städten und verhängte Beschränkungen an allen vier Moskauer Flughäfen. Im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen, der mehr als 2000 Kilometer von der internationalen Grenze zur Ukraine entfernt liegt, wurde zum ersten Mal seit vier Jahren des groß angelegten ein Luftalarm ausgerufen.
Russische Militärkorrespondenten kritisieren den Kreml und Putin selbst immer häufiger dafür, dass sie diese Realität nicht anerkennen. Einer der Militärkorrespondenten warf dem russischen Verteidigungsministerium vor, sich mehr um die Sicherheit der Parade am 9. Mai zu sorgen als um den Schutz der strategischen Infrastruktur.
In den letzten Wochen ist dem Kreml nicht gelungen, sich gegen ukrainische Angriffe zu verteidigen. Das deutet darauf hin, dass die derzeitigen Gegenmaßnahmen nicht ausreichen, um die Probleme zu lösen, die bei den Russen Unzufriedenheit hervorrufen, hieß es im ISW-Bericht.