Selenskyj zum nächtlichen Angriff: Russlands Bitte um Waffenruhe „absoluter Zynismus“
„Es ist ein absoluter Zynismus, um die Waffenruhe für Propagandafeiern zu bitten und dann solche Raketen- und Drohnenangriffe in allen Tagen davor zu verüben. Russland könnte jeden Tag das Feuer einstellen, und das würde den Krieg und unsere Reaktionen beenden. Frieden ist notwendig, und dafür sind konkrete Schritte erforderlich. Die Ukraine wird spiegelbildlich handeln“, betonte Selenskyj.
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Er erinnerte daran, dass die Russen in der Nacht die Energieinfrastruktur in der Region Poltawa angegriffen hatten. „Und sie haben auf besonders niederträchtige Weise erneut mit einer Rakete zugeschlagen, als die Mitarbeiter des Staatlichen Katastrophenschutzdienstes bereits vor Ort waren und den Brand löschten. Bisher sind Dutzende Verletzte bekannt. Leider kamen vier Menschen ums Leben, darunter zwei Rettungskräfte. Es ist der Held der Ukraine, Wiktor Kusmenko, der mehr als 50 Mal die Folgen der Beschüsse beseitigt hat, und um Dmytro Skryl, der über 20 Jahre im Staatlichen Katastrophenschutz tätig war. Mein aufrichtiges Beileid an die Familie und Freunde“, so der Präsident.
Er fuhr weiter fort, die Russen hätten auch die Region Charkiw angegriffen. Seinen Angaben zufolge wurden vier Menschen verletzt und eine Person getötet. In der Region Dnipropetrowsk griffen die Russen kritische Infrastruktur an.
„Drei Menschen sind in der Region verletzt worden. In Pawlohrad sind Stromleitungen beschädigt worden, wodurch Tausende Familien ohne Strom blieben. Auch in den Regionen Saporischschja und Kyjiw gab es Angriffe, bei denen drei Menschen verletzt worden sind. Russlands Hauptziele in dieser Nacht waren unsere Energieinfrastrukturanlagen“, erklärte Selenskyj.
Wie berichtet erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Ukraine habe trotz Äußerungen in den sozialen Medien keine offiziellen Signale von Russland zur Einstellung der Kampfhandlungen erhalten. Dennoch hat Kyjiw ab dem 6. Mai eine Feuereinstellung ausgerufen und fordert Moskau auf, von der Rhetorik zu konkreten Schritten überzugehen.
Foto: Staatskatastrophenschutzdienst der Ukraine