Stab für Gefangenenbelange: 375 ukrainische Militärangehörige und Zivilisten in russischer Gefangenschaft zu Tode gefoltert
Die Identität der 146 davon sei vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) festgestellt worden, der Aufenthalt in der Gefangenschaft der weiteren 229 Personen sei durch andere Quellen bestätigt würden, darunter durch Aussagen der Freigelassenen.
Die übergebenen Leichen wiesen demzufolge Spuren von Foltern, Zeichen von Unterernährung und ausbleibender medizinischer Hilfe, so Ochrymenko. Russland verstoße damit gegen die III. Genfer Konvention und begehe Kriegsverbrechen. Ukrainische Ermittlungsbehörden würden all diese Fälle dokumentieren und an den Internationalen Strafgerichtshof weiterleiten.
Wie berichtet, wurde im Februar 2025 die Leiche der Journalistin Wiktorija Roschtschyna an die Ukraien übergeben. Sie recherchierte zu russischen Foltergefängnissen in der Ostukraine. Ende August 2023 wurde sie festgenommen und zunächst nach Russland verschleppt. Im Dezember wurde Roschtschyna nach Augenzeugenberichten bereits völlig ausgemergelt ins russische Taganrog überführt.
Am 14. Februar 2025 wurde ihre Leiche an die Ukraine übergeben. Laut ukrainischer Staatsanwaltschaft zeigte ihr Körper zahlreiche Spuren von Folter und Misshandlung. Auch seien Organe entnommen worden, was darauf hindeute, dass die Todesursache vertuscht werden sollte.
