Russland beschießt weiter Energie- und kritische Infrastruktur und zivile Einrichtungen - Selenskyj

Russland beschießt weiter Energie- und kritische Infrastruktur und zivile Einrichtungen - Selenskyj

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Ukrinform Nachrichten
In der Nacht setzte Russland 210 Kampfdrohnen gegen die Ukraine ein, etwa 140 davon waren sogenannte „Shahed“.

Darüber schreibt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram.

„Russland setzt seine Angriffe auf unsere Energie- und kritische Infrastruktur und zivile Einrichtungen fort. In dieser Nacht gab es 210 Kampfdrohnen, etwa 140 davon waren „Shahed“, schrieb er.

Selenskyj merkte an, dass die Russen in dieser Nacht erneut mit Hochhäusern in Odessa kämpften. Seinen Angaben zufolge wurden bisher fünf Menschen verletzt und zwei Gebäude in Brand gesetzt.

„Auch in Krywyj Rih ist bei einem Drohnenangriff eine Person verletzt worden. In der Region Charkiw ist die Eisenbahninfrastruktur angegriffen, Umspannwerke getroffen worden. Es entstanden Schäden und ein Brand in den Waggons. Tausende Familien bleiben durch den Beschuss ohne Strom. Auch in den Regionen Sumy und Saporischschja gab es Angriffe“, berichtete er.

Der ukrainische Präsident betonte: Die täglichen Angriffe zeigen, dass der Druck auf Russland erhöht werden müsse.

„Man muss den Aggressor schwächen, damit Europa mehr Sicherheit hat. Die Fortsetzung der Sanktionspolitik und die Synchronisierung aller unseren Sanktionen mit den Partnern müssen sein. Unsere weitreichenden Sanktionen (Drohnenangriffe auf russischem Territorium – Red.) holen die Russen in die Realität zurück. Und das ist absolut gerechtfertigt und vor allem schränkt es die Möglichkeiten der Russischen Föderation ein, diesen Krieg in die Länge zu ziehen. Wenn Russland nicht freiwillig auf Diplomatie umschwenken will, muss es dazu gezwungen werden. Und ich bin allen dankbar, die uns dabei helfen“, stellte er fest.

Am 24. Februar 2022 erklärte der russische Präsident Wladimir Putin eine umfassende Invasion in die Ukraine, eine sogenannte „Spezialmilitäroperation“. In der Ukraine wurde der Verteidigungszustand verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen. Russische Truppen beschießen und zerstören seither wichtige Objekte der kritischen Infrastruktur, befeuern massiv die Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Raketenwerfern, ballistischen Raketen und anderen tödlichen Waffen. Das Land wehrt sich heldenhaft gegen die Eindringlinge und unternimmt Gegenoffensiven.

Russland hat Teile der Regionen Donezk, Luhank, Saporischschja und Cherson vorläufig besetzt.

Die Europäische Union (EU), die USA und andere Länder haben harte Sanktionen gegen das Aggressor-Land verhängt.

Im März 2025 wurde in Dschidda (Saudi-Arabien) ein erster Impuls für Friedensgespräche gegeben und ein Treffen der US-amerikanischen und ukrainischen Delegationen abgehalten. Die Parteien gaben im Anschluss an die Ergebnisse des Treffens eine gemeinsame Erklärung ab.

Aus dem Dokument ging insbesondere hervor, dass die Ukraine ihre Bereitschaft bekundet hat, den US-Vorschlag zur sofortigen vorläufigen Feuereinstellung für 30 Tage anzunehmen. Dieser kann im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien verlängert werden, vorbehaltlich die Russische Föderation ihn annimmt und gleichzeitig umsetzt.

Im Anschluss an die Verhandlungen kündigten die USA die Wiederaufnahme ihrer Sicherheitshilfe für die Ukraine und den Austausch geheimdienstlicher Informationen an.

Unmittelbar nach dem Treffen in Saudi-Arabien begann die ukrainische Seite mit der Arbeit an Algorithmen zur ordnungsgemäßen Überwachung der Einhaltung der möglichen Waffenruhe sowie an den Modalitäten künftiger Friedensabkommen.

Bisherige Gespräche zwischen der russischen und der ukrainischen Delegation in Istanbul, wohin der ukrainische Präsident gereist war, in der Hoffnung, dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen, brachten keine Ergebnisse, außer dass der Gefangenenaustausch „1000 gegen 1000“ vereinbart wurde.

Russland hat bisher der Waffenruhe nicht zugestimmt.

Die Trump-Regierung hat laut amerikanischen Medien gemeinsam mit Moskau einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges in der Ukraine entwickelt.

Kyjiw sollte demnach die kontrollierten Gebiete im Donbass abtreten, seine Armee und einen Großteil seiner Waffen reduzieren. Im Gegenzug werden Sicherheitsgarantien für den Fall künftiger russischer Aggressionen angeboten. Die Ukraine sollte außerdem eine Bestimmung in ihre Verfassung aufnehmen, die einen Nato-Beitritt ausschließt, und die Nato soll eine entsprechende Klausel in ihre Charta eintragen. Die Nato wiederum wird keine Truppen auf ukrainischem Territorium stationieren.

Darüber hinaus sah der Plan Wahlen in der Ukraine 100 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens vor.

Trump erklärte, sein „Friedensplan“ für die Ukraine sei kein endgültiger Vorschlag.

Präsident Selenskyj berichtete in einer seiner Videoansprache, dass einige Punkte aus der Liste gestrichen und viele „richtige Dinge“ berücksichtigt worden seien.

Die Ukraine und die USA verhandeln weiter über die einzelnen Punkte dieser Liste.

Unlösbar bleiben nach wie vor die Fragen über die Gebiete der Region Donezk, die Russland will, dass die Ukraine sie einfach so abtritt, und das Kernkraftwerk Saporischschja.


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