Niemand wird Gebiete abtreten: Kommandeur der Nationalgarde äußert sich zu möglichen Zugeständnissen in Verhandlungen

Niemand wird Gebiete abtreten: Kommandeur der Nationalgarde äußert sich zu möglichen Zugeständnissen in Verhandlungen

Ukrinform Nachrichten
Der Kommandeur der ukrainischen Nationalgarde, Oleksandr Piwnenko, betonte in einem Interview mit bbc die Unmöglichkeit territorialer Zugeständnisse.

Auf die Frage von Journalisten, ob die Ukraine bereit sei, Gebiete abzutreten, antwortete Piwnenko, dies sei „zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich“.

„Die Feuereinstellung entlang der Kontaktlinie ist noch eine Geschichte, die wir verstehen können. Und niemand wird Gebiete abtreten“, sagte er.

Piwnenko fügte hinzu, dass das Militär einen entsprechenden Befehl des Oberbefehlshabers erfüllen würde.

„Denn wir sind ein Rechtsstaat. Aber wie wird die Bevölkerung unseres Landes das aufnehmen, und warum sollten wir uns dann überhaupt verteidigen? … Man konnte das dann auch damals tun und sich darauf einigen und beispielsweise Luhansk und Donbass einfach abtreten und den Krieg dort – so zusagen – beenden“, sagte der Kommandeur der Nationalgarde.

Gleichzeitig fügte er hinzu: „Wir haben einen Großteil unserer Leute und unseres Territoriums verloren, um jetzt einfach so aufzugeben und die Gebiet einfach abzutreten.“

Nach der Überzeugung des Kommandeurs bedeutet ein militärischer Sieg für die Ukraine die Rückgewinnung der besetzten Gebiete. Er räumte jedoch ein, dass dieses Thema momentan „nicht an der Zeit“ sei, der Staat aber strategisch nicht auf dieses Ziel verzichte.

„Ein militärischer Sieg für die Ukraine bedeutet natürlich die Rückeroberung ihrer Gebiete. Ich verstehe, dass dies heute vielleicht nicht an der Zeit ist, aber möglicherweise potenziell in Zukunft. Ich verstehe, dass es mehrere Jahrzehnte dauern kann, das spielt keine Rolle“, erklärte Piwnenko.

Gleichzeitig stellte er fest, dass Überleben und Waffenstillstand heute die vorrangigen Aufgaben seien.

Der Kommandeur der Nationalgarde betonte ferner, dass die Verteidigungskräfte vor allem mehr Langstreckenwaffen benötigen, um Ziele in der operativen Tiefe des Gegners zu treffen.

„Es können Langstreckenraketen sein, um Befehlsstände und ihre Piloten zu vernichten, genau wie sie es mit ihren Flugzeugen und Gleitbomben tun, die wir leider nicht in der erforderlichen Anzahl und Menge besitzen, um angemessen antworten zu können“, merkte er an.    Piwnenko erinnerte daran, dass die Ukraine über Deep Strike verfügt – eine Kategorie von Langstrecken-Kampfdrohnen und Kamikaze-Drohnen. Gleichzeitig sei es auf dem Gefechtsfeld wichtig, Ziele in der operativen Tiefe zu zerstören.

Wie berichtet wurden nach Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine zum heutigen Stand 1.257880 (+970 zum Vortag) Invasoren getötet und verletzt.

Die Streitkräfte der Ukraine zerstörten außerdem seit Beginn des Angriffskrieges 11.684 (+2) Kampfpanzer, 24.060 (+6) gepanzerte Kampffahrzeuge, 37.387 (+3) Artilleriesysteme, 1.649 (+0) Mehrfachraketenwerfer, 1303 (+1) Luftabwehrsysteme, 435 (+0) Flugzeuge, 347 (+0) Hubschrauber, 79.112 (+76) Kraftfahrzeuge und Tanks mit Treib- und Schmierstoffen, 29 (+0) Schiffe/Boote, 2 (+0) U-Boote, 138.881 (+551) operativ-taktische Drohnen, 4.073 (+1) spezielle Fahrzeuge. 4.314 (+0) Marschflugkörper wurden abgeschossen.

Die Angaben werden ständig aktualisiert. Die Berechnung wird durch die hohe Intensität der Kampfhandlungen erschwert.


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