Region Donezk am vergangenen Tag fast 1.700 Mal beschossen, ein Mensch getötet
„Am 3. Februar hat Russland 1.695 Mal die Frontlinie und Wohngebiete der Region angegriffen… 29 zivile Objekte sind zerstört worden, darunter 25 Wohnhäuser“, heißt es in dem Bericht.
Zehn Ortschaften wurden beschossen: die Städte Dobropillja, Druschkiwka, Kostjantyniwka, Kramatorsk, Mykolajiwka und Slowjansk sowie Dörfer Rajhorodok, Iwerske, Prywillja und Tychoniwka.
Insbesondere warfen die Russen eine KAB-250-Gleitbombe auf Dobropillja ab, wo ein Zivilist getötet und ein Privathaus zerstört wurde.
Der Feind griff Kostjantyniwka mit einer KAB-500-Bombe an und beschädigte drei Wohnhäuser.
In Kramatorsk beschädigten russische Truppen ein Zivilfahrzeug mit einer Drohne und trafen in der Nacht den Marktplatz; die Folgen werden noch genauer gefasst.
Durch Drohnenangriffe wurde ein Mehrfamilienhaus in Slowjansk, ein Traktor in Druschkiwka, ein Privathaus in Rajhorodok und sieben Privathäuser in Tychoniwka beschädigt.
Die Besatzer beschossen Prywillja mit Tornado-S-Mehrfachraketenwerfern und beschädigten zwölf Privathäuser und zwei Autos.
Darüber hinaus standen heute gegen Mitternacht Mykolajiwka und Slowjansk unter Beschuss – es liegen keine Informationen über Opfer vor; ein Privathaus und ein Verwaltungsgebäude wurden beschädigt.
Wie Wadym Filaschkin, Leiter der Donezker Militärverwaltung, feststellt, es sei derzeit unmöglich, die genaue Zahl der Opfer in Mariupol und Wolnowacha festzustellen. Seit Beginn der Invasion der russischen Armee in der Ukraine am 24. Februar sind in der Region Donezk 3.999 Menschen getötet und 8.837 verletzt worden.
Wie berichtet, beschießt der Aggressor ständig die Region Donezk, tötet und verletzt Bürger und zerstört die zivile Infrastruktur der Siedlungen der Region. In der Region gibt es schon lange keine Gasversorgung und in vielen Siedlungen keine Wasserversorgung. Der Feind versucht, die ukrainische Verteidigung in mehreren Richtungen zu durchbrechen.
Seit Beginn der groß angelegten Invasion, einer sogenannten „Spezialmilitäroperation“ wurden nach aktualisierten Angaben aus dem Teil der Oblast Donezk, das von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird, und aus unter Beschuss stehenden Teilen der Region Donezk in sichere Orte mehr als 1.320.600 Gebietseinwohner evakuiert und die Menschen werden jeden Tag weiter evakuiert. Davon beträgt die Gesamtzahl der evakuierten Kinder beinahe 202.000 und rund 47.300 sind Menschen mit Behinderungen. Derzeit bleiben 190.000 Zivilisten in der von den ukrainischen Behörden kontrollierten Region, 12.000 von ihnen sind Kinder.
Seit Dezember 2023 haben die russischen Invasoren noch mehr den Beschuss der Ortschaften der Region Donezk verstärkt, weshalb die obligatorische Evakuierung (Beginn am 02. August 2022) der Bevölkerung in der Region fortgesetzt wurde. Mit Stand von Anfang Juni 2024 lebten noch etwa 472.000 Einwohner in der Region Donezk. Zum Stand vom 23. April 2025 befanden sich schon 281.500 Zivilisten im unbesetzten Teil der Region Donezk.
Die Stadt Pokrowsk ist derzeit schwer umkämpft. Die Russen dringen in kleinen Gruppen in die Stadt ein.
Foto: Nationalpolizei