Russland nutzt „Zirkon“ und „Oreschnik“ zur Demonstration seiner Stärke, nicht für massive Angriffe auf Ukraine
Dies erklärte der Leiter der Kommunikationsabteilung des Luftwaffenkommandos der ukrainischen Streitkräfte, Oberst Juri Ihnat, in einem Interview mit RBC-Ukraine, berichtet Ukrinform.
Die Luftstreitkräfte verwenden offiziell nicht den Namen „Oreschnik“. Es gehe um eine ballistische Mittelstreckenrakete, die in Russland so genannt wird, sie sei aber eine Modernisierung der sowjetischen Rakete „Rubesch“, betonte Ihnat.
Genau mit solchen Raketen haben die Russen Dnipro und Lwiw angegriffen. Das Hauptziel solcher Raketenangriffe ist nicht die militärische Wirkung, sondern die Demonstration.
„Das ist ein Signal an die westlichen Partner. Lwiw liegt nahe der NATO-Grenze, und Russland versucht zu zeigen, dass es über Waffen verfügt, die angeblich nicht abzuschließen sind“, erklärte Ihnat.
Ihm zufolge versuche der Kreml auf diese Weise, psychologischen Druck auf den Westen auszuüben, um die Unterstützung für die Ukraine zu beeinflussen und die Partner zu Zugeständnissen in den Verhandlungen zu bewegen.
In der Nacht zum 20. Januar griff die russische Armee die Ukraine mit einer Zirkon-Anti-Schiffsrakete, 18 ballistischen Iskander-M/S-300-Raketen, 15 X-101-Marschflugkörpern sowie 339 Drohnen verschiedener Typen an.