Ukraine fordert sofortige Rückholung von aus Region Sumy verschleppten Personen
Laut Lubinez wurde festgestellt, dass russisches Militär am 18. Dezember etwa fünfzig Zivilisten in Hrabowske unrechtmäßig festgenommen, ihnen den Zugang zu Kommunikationsmitteln und angemessene Haftbedingungen verweigert und sie am 20. Dezember zwangsweise nach Russland verschleppt hat.
Der Beauftragte der Werchowna Rada betonte, dass diese Handlungen einen eklatanten Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht darstellen.
„Ich habe dringend die Beauftragte für Menschenrechte der Russischen Föderation kontaktiert und gefordert, Informationen über den Verbleib illegal verschleppter ukrainischer Staatsbürger zu geben, über die Bedingungen ihrer Inhaftierung und ihren dringenden Bedarf zu berichten und Maßnahmen für ihre sofortige Rückholung in die Ukraine zu ergreifen“, erklärte Lubinez.
Er sandte außerdem einen Brief an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und rief die internationale Gemeinschaft auf, Russlands Vorgehen rechtlich zu bewerten und alle verfügbaren Einflussmechanismen zu nutzen, um die illegalen Verschleppungen der ukrainischen Zivilbevölkerung zu stoppen.
„Und ich appelliere an unsere Bürger: Es ist gefährlich, sich im Kampfgebiet aufzuhalten. Eine Evakuierung ist eine Chance, sich selbst und seine Angehörigen zu retten“, fügte der ukrainische Ombudsmann hinzu.
Wie berichtet zogen sich die ukrainischen Verteidigungskräfte infolge der schnellen Offensive russischer Besatzungstruppen in der Region Sumy von mehreren Stellungen im Raum Hrabowske zurück.
Die Hauptverwaltung für Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte bestätigte, dass nach der Einnahme von Hrabowske mehr als 50 Zivilisten zwangsweise nach Russland deportiert wurden. Es handelt sich dabei überwiegend um ältere Männer und Frauen, die sich zuvor geweigert hatten, tief in die Ukraine evakuiert zu werden.