Selenskyj zum Kompromiss in Territorialfrage: „Wir bleiben da, wo wir sind“ - das ist eine faire Version

Selenskyj zum Kompromiss in Territorialfrage: „Wir bleiben da, wo wir sind“ - das ist eine faire Version

Ukrinform Nachrichten
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte gestern vor Journalisten, der Kompromiss der Ukraine in der Territorialfrage liege in der Einigung, an der Kontaktlinie anzuhalten.

„Meiner Meinung nach ist heute eine gerechte Version möglich: Wir bleiben da stehen, wo wir sind. Das ist eine Kontaktlinie in jeder Region unseres Staates. (…) Das heißt, Russen, was den Donbass betrifft, werden auf dem vorläufig besetzten Teil unserer Regionen Donezk und Luhansk stehen, und wir können diese Gebiete nur auf diplomatischem Wege zurückholen. Und wir werden auf dem Teil des Donbass leben und stehen, der von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird“, so Selenskyj.

Er betonte, dass dies Grundsatzfragen sind. „Ganz gleich, wie wir dieses Thema angehen, es ist uns wichtig, dass die ukrainischen Behörden den Teil des Donbass kontrollieren, den wir heute kontrollieren. Meiner Meinung nach ist das gerecht“, sagte der Präsident und fügte hinzu, dass allein die Tatsache, dass die Russen auf unserem Territorium sind, schon an sich ungerecht sei.

Laut Selenskyj fordert Russland ein Ultimatum an die ukrainische Armee, sich aus der Region Donezk zurückzuziehen.

„Wir haben unseren amerikanischen Kollegen erklärt, dass die Ukraine sich nicht verfassungswidrig, ich habe es bereits gesagt, von unserem Territorium zurückziehen kann. Ich sehe weder die Möglichkeit noch den Wunsch danach. Und ich sehe, dass das ukrainische Volk das auch nicht hat“, stellte das ukrainische Staatsoberhaupt fest.

Im Gegenzug wollen die Amerikaner, seinen Worten nach, ständig irgendeine Art von Kompromiss finden. „Deshalb haben sie eine Freihandelszone vorgeschlagen, ohne schwere Waffen, ohne Truppen dort, aber trotzdem leben dort Menschen, es gibt dort eine Verwaltung, es gibt dort Polizeieinsätze usw.“, merkte Selenskyj an.

„Ich habe erklärt, dass es nicht so sein wird, dass wir uns zurück ziehen und Russland mit seiner Armee bleibt und unsere Armee abzieht. Denn wir glauben nicht, dass eine solche freie Wirtschaftszone sicher sein wird. Wir sind sicher, dass die russische Armee jederzeit in unser Territorium eindringen will, was sie im Prinzip all die Jahre der Aggression getan hat“, sagte der Präsident.

Er betonte, dass ein Abzug, wenn überhaupt möglich sei, dann nur beiderseitig: „Wenn wir uns 5 km zurückziehen, ziehen sie sich auch 5 km zurück. Wir ziehen uns 10 km zurück, und sie ziehen sich 10 km zurück. Und dann gibt es eine solche Zone. Sie kann sich eine freie Wirtschaftszone nennen oder anders, wenn es dafür passende Präferenzen gibt. Aber bis dahin wird es noch dauern. Die beste und ehrlichste Option ist, da weiter zu stehen, wo wir sind.“

Selenskyj fügte ferner hinzu: „Wenn die Frage einer freien Wirtschaftszone doch aufkommt, habe ich meinen Partnern gesagt: Ich tut mir leid, aber das wird das ukrainische Volk entscheiden.“

Wie berichtet erklärte Selenskyj in seiner Rede vor dem niederländischen Parlament, dass die Russen jeden Monat etwa 30.000 Mann verlieren, was den russischen Präsidenten Wladimir Putin jedoch nicht kümmert, da er nur an Macht und Geld glaubt.


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