Von Israel abgewiesenes Schiff mit gestohlenem ukrainischem Getreide nimmt Kurs auf die Türkei - Botschafter
Das mit gestohlenem ukrainischem Getreide beladene Schiff warte auf ein Erlaubnis, in einem der Häfen der Türkei anzulegen, nachdem der israelische Importeur Zenziper das Schiff abgeweisen habe, sagte der Botschafter der Ukraine in Israel, Jewhen Kornijtschuk gegenüber The Times of Israel.
„Wir hoffen, dass sie [die türkische Seite] eine richtige Entscheidung trifft, so wie es Israel getan hat“, so der Botschafter.
Das Außenministerium und die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine bemühen sich demzufolge darum, Ankara zu überzeugen, die Entladung von Getreide zu verweigern.
Wie die türkischen Medien berichten, sei das Schiff, welches Getreide aus den besetzten Gebieten der Ukraine transportiere, im türkischen Hafen Iskenderun am 13. Mai eingetroffen.
Nach Angaben des ukrainischen Auswärtigen Amts seien mindestens zwei von den besetzten Gebieten stammende Ladungen in Israel angekommen.
Am 12. April hat das russische Schiff „ABINSK“ mit 43,7 Tonnen Getreide von den vorübergehend besetzten ukrainischen Gebieten im Hafen von Haifa angelegt.
Am 27. April soll ein weiteres Schiff mit gestohlenem ukrainischen Getreide in einem israelischen Hafen angekommen sein.
Seit Beginn der russischen Invasion 2022 sind mehr als 1,7 Millionen Tonnen Agrarprodukte illegal aus besetzten Gebieten abtransportiert worden.