Selenskyj warnt vor Russlands Angriffen auf „Entscheidungszentren“ und vor einem Einmarsch von Belarus
Laut den Dokumenten, die dem ukrainischen Militärgeheimdient vorliegen, bereite Russland neue Drohnen- und Raketenangriffe auf die sogenannten „Entscheidungszentren“ in der Ukraine vor. Es handele sich dabei um fast zwei Dutzend politische Zentren und Militärbasen, schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram nach einer Beratung mit den Chefs der Geheimdienste und der Streitkräfte.
„Ich muss aber extra für die russische Führung betonten, dass die Ukraine doch kein Russland ist, und im Gegensatz zum Aggressorstaat, wo es einen Autor dieses Krieges und seine langjährige Umgebung, die seinen Realitätsverlust sicherstellt, gibt, ist die Quelle des Schutzes der Ukraine die Bereitschaft des ukrainischen Volkes, für seine Unabhängigkeit und seinen eigenen souveränen Staat zu kämpfen“, so Selenskyj.
„Das Volk kann man nicht besiegen. Russland soll seinen Krieg beenden und über einen würdigen Frieden verhandeln, anstatt zu suchen, wie noch es die Ukraine einschüchtern kann“, betonte der Präsident.
Während der Beratung seien demnach Ziele für weitere „Langstreckensanktionen“ gegen Russland wegen dessen Angriffe auf unsere Städte und Dörfer festgelegt worden.
„Die Ukraine wird keinen Angriff, der das Leben unserer Staatsbürger nimmt, für den Aggressor ohne Folgen lassen. Unsere absolut gerechte Antwort zielt auf die russische Ölindustrie, den Rüstungssektor und die Personen, die unmittelbar Kriegsverbrechen gegen die Ukraine und Ukrainer:innen verüben, ab“, fügte er hinzu.
Russland versuche zudem Belarus in seinen Krieg gegen die Ukraine hineinzuziehen. Laut den Geheimdienstangaben plane der Kreml insbesondere Angriffe in Richtung Tschernihiw bzw. Kyjiw oder gegen einen der NATO- Mitgliedstaaten von Belarus aus.
Foto: Präsidialamt