Ukraine verhängt Sanktionen gegen 91 Schiffe russischer Schattenflotte
Wie Ukrinform berichtet, gab dies der Pressedienst des Präsidentenamtes bekannt.
Das Präsidentenamt merkt an, dass Russland diese Schiffe zum Transport von Öl und Ölprodukten aus russischen Häfen, insbesondere Noworossijsk, Ust-Luz und Primorsk, in Drittländer benutzt hat. Dies geschah unter Umgehung der Sanktionen der Europäischen Union, der G7 und anderer Staaten, wie die Ergebnisse der Überwachung im Schwarzen, Roten und Baltischen Meer belegen.
Es wird außerdem berichtet, dass diese Schiffe unter der Flagge von etwa 20 Ländern fuhren. Unter ihnen war nur eine die russische; die übrigen fuhren unter der Flagge von Panama, Liberia, Kamerun, Barbados, den Marshallinseln, Hongkong, Sierra Leone, Tonga, Palau, Guinea, den Komoren, den Bahamas, Indonesien, Malawi, Guinea-Bissau, Dschibuti, Guyana und Eswatini.
„Die Ukraine wird diesen Staaten relevante Informationen übergeben und mit ihren Partnern an einer weiteren Synchronisierung der Sanktionen in ihren jeweiligen Hoheitsgebieten arbeiten. 27 Schiffe dieser Liste unterliegen bereits Sanktionen von Partnern wie den USA, Großbritannien, der Schweiz und der Europäischen Union. Die Arbeit zur Verhängung von Sanktionen gegen die verbleibenden 64 Schiffe wird fortgesetzt“, heißt es.
Das Präsidialamt betont, dass die Verhängung von Sanktionen gegen die Schattenflotte Priorität habe, da dies Druck auf alle ausübe, die russisches Öl transportieren und Russland auf solche Weise helfen, Gelder zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine zu erhalten.
„Schattenflottentanker sind ein Schlüsselinstrument zur Umgehung von Ölsanktionen. Daher müssen ihre Identifizierung und die Verhängung von Sanktionen gegen sie schnell und ausnahmslos erfolgen. Jedes dieser Schiffe muss als Teil der Finanzierung des russischen Militärmaschine betrachtet werden“, sagte Wladyslaw Wlasjuk, Berater und Beauftragter des Präsidenten für Sanktionspolitik.