„Der lange Tag“ – Ein von Ukrainern über sich selbst gemachter Film

„Der lange Tag“ – Ein von Ukrainern über sich selbst gemachter Film

Ukrinform Nachrichten
Der Regisseur Alan Badoev erzählt über seine Arbeit am Film und wir schildern unsere Eindrücke nach dem Ansehen des Gewinners des Nationalen Filmfestivals „Cinema for Victory“.

Der ukrainische Regisseur Badoev stellte zum zweiten Jahrestag der umfassenden Invasion Russlands einen Dokumentarstreifen „Der lange Tag“ (Originaltitel: Dowha Doba) vor. Die Besonderheit dieses Films ist der fehlende Kameramann. Er wurde von Tausenden Menschen in der Ukraine über ihre Gadgets aufgenommen und damit wurden sie Co-Autoren des Films. 12.000 Ukrainer schickten an Badoev Videos und Fotos aus ihrem Leben, das der 24. Februar 2022 in ein „Vorher“ und „Nachher“ teilte.

Der Film zeigt also nicht die Sicht eines Künstlers oder eines professionellen Filmteams auf den Krieg, das ist die Sicht von tausenden Augen. die die schrecklichen Ereignisse des ersten Jahres des Großen Krieges in den unterschiedlichsten Ecken des Landes miterlebt haben, von den größten Städten bis zu kleinen Dörfern: Kyjiw, Bila Zerkwa, Iwankiw, Charkiw, Mariupol, Cherson, Tschernihiw, Dnipro, Maksymiwka, Iwaniwka, Makariwka, Sloboda, Hostomel, Balowne... Der Zuschauer wird alles überall und gleichzeitig mit den Augen einer Mutter, eines Kindes, eines Soldaten, einer jungen Witwe, eines Studenten, einer alten Großmutter ...

Teil der Telefone, die das Team des Films „Der lange Tag“ erhalten hat
Teil der Telefone, die das Team des Films „Der lange Tag“ erhalten hat

Filmheld ist ein kollektives Bild der ukrainischen Familie, die in ihrem Land lebte und von Russland angegriffen wurde

Zwei Stunden von intensiven, überraschend starken Emotionen, eine vollständige Einbeziehung in die Handlung, eine volle Wirkung der Präsenz. Und Tränen nach ersten Bildern. So sind meine persönlichen Eindrücke von „Dem langen Tag“. Badoev schnitt aus zwei Hundert verschiedenen Schnipseln und emotionalen Fragmenten ein einheitliches Bild zusammen, baute logische Handlungsstränge auf, setzte Akzente, hob die wichtigsten dramatische Wendungen hervor.

Im Film fehlt die zentrale Gestalt. Der Zuschauer ist seit ersten Sekunden ganz Auge und Ohr für alles, was auf der Leinwand passiert. Aber nein, nicht auf der Leinwand, sondern im realen Leben um uns herum.

Du scheinst diesem Film nahe zu sein, er lässt dich nicht los, er hallt in dir nach, deine Gefühle werden intensiver, denn schließlich hat das auch du erlebt, das ist deine Erfahrung. Und auch die Aufzeichnung von Straftaten der Russen, die nackte Wahrheit über verheerende Folgen ihrer Aggression, ein Beweis der russischen Unmenschlichkeit, mit der die Ukrainer bis jetzt täglich konfrontiert werden. Und mit verschiedenen Stimmen sind immer wieder diese warmen und wichtigen Worte zu hören: „Warum weinst du, Mutti…“, „Halte durch“, „Ich liebe“, „Die Hauptsache ist, nicht den Mut zu verlieren“, „Wir werden alles erneuern und wiederaufbauen“, „Wir sind stark“, „Wir sind zu allem bereit“, „Wir werden alle besiegen – wir sind das ukrainische Volk“.

Alan Badoev bei der Premiere „Des langen Tages“
Alan Badoev bei der Premiere „Des langen Tages“

Im Film „Der lange Tag“ sind acht Handlungsstränge, deren Hauptfiguren ausführlicher gezeigt werden. Die offenen und wahren Geschichten von anderen Charakteren, die nur wenig Zeit auf der Leinwand bekommen und nur beiläufig erwähnt werden, sind nicht weniger wichtig.

„Der Filmheld ist ein kollektives Bild, das ist eine ukrainische Familie, die im ihrem Land lebte und von Russland angegriffen wurde. Diese Familie spürt Angst, Schmerz und Wut und beginnt zu handeln. In der Familie gibt es Verluste und Siege, und diese Familie riskiert alles, um zu überleben und in ihrem Land zu sein. Gerade solche Dramaturgie habe ich mir zu Beginn der Arbeit an dem Film vorgestellt“, erzählte uns Regisseur Alan Badoev in einem exklusiven Gespräch über seinen Film.

„Meine Wohnung im dritten Stock... war“, sagt die Frau, und wir sind beim Brand in Mariupol

„Der lange Tag“ beginnt mit friedlichen Bildern: Die Ukrainer können noch unbeschwert lachen, reisen, sich über das Meer freuen, surfen und Wasserskifahren gehen, sich um ein Hollywood-Lächeln kümmern, fröhlich feiern, Kinder zur Welt bringen und zuversichtlich in ihre Zukunft blicken. Doch am 24. Februar 2022 beginnt unser endloser Tag: Explosionen, Luftschutzbunker, Erprobungen, Verluste, Mut, gegenseitige Hilfe, Kampf.

Der Satz: „Wenn ich nicht überlebe, hinterlasse ich diese Notiz…“ ist beängstigend. Wenn ein Kind solche Dinge sagt und man hinter ihm Explosionen hört, wird der Schmerz unerträglich. Und der ukrainische Junge sagt es und nimmt es am Telefon auf.

Kurz über die Geographie des Films:

Tschernihiw. Ein verliebtes Paar bewundert den Schnee vom Fenster aus und ist traurig, dass es morgen früh regnen wird. Nein. Morgen früh wird es... Krieg geben. Das ist eine erschreckende neue Realität. Von nun an wird uns die Wettervorhersage nicht mehr bekümmern. Das Haus ist zerbombt. „Es ist gut, dass wir herausgegangen sind, aber in den Nachbarwohnungen waren Leute“, sagt das Mädchen verzweifelt.

Bila Zerkwa. Anna Korschowa erhält zu ihrem Hochzeitstag Blumen von ihrem Ehemann Anatolij, der das Land verteidigt. Aber wenige Tage davor hatte sie schon ... eine Todesbenachrichtigung erhalten und ihr Geliebter hatte am Vorabend seines Todes einen Blumenstrauß bestellt.

„Meine Wohnung im dritten Stock... war“, sagt die Frau ruhig und wir befinden uns im brennenden Haus in Mariupol.

Emotionen der Zuschauer
Emotionen der Zuschauer

Iwankiw. Das Auto, in dem Vater und Sohn die Hunde wegbrachten, wurde vor unseren Augen beschossen. Explosionen. Verzweiflungsgeschrei: „Papa, halte durch!“ und er hält durch, so lange er kann, verblutet aber, weil er kein Bein mehr hat. Der Hund weigert sich, seinen toten Besitzer Oleh Bulanenko zu verlassen.

Lyssytschansk, Slowjansk, Kramatorsk, Awdijiwka, Stelmachiwka. Wir werden zusammen mit dem Freiwilligen Denys Hristow dorthin fahren, um die Augen der Alten zu sehen, die er mit seinem „Serjoga“-Minibus aus ihren zerbombten Häusern holte. Und wir werden das ruhige und beängstigende hören: „Ich gehe nirgendwohin. Ich habe nichts mehr. Ich bleibe. Ich habe alles gewaschen, um sauber zu sterben.“

In Nowa Kachowka, Tawrijsk, Cherson, Biloserka werden wir unter den wunderbaren Menschen sein, die mit bloßen Händen und mit offenem Herzen die feindliche Technik mit dem Buchstaben „Z“ aufhalten gehen. Und die russischen Invasoren werden ihre Waffen auf uns richten. Und die Fotografin Olena Iwanowa aus Cherson wird uns eine Führung durch ihre geliebte, von den Russen zerstörte Stadt machen: „Panzer in Cherson... Wir werden euch unsere Stadt und unser Land nicht geben Cherson ist die Ukraine!“

Alan Badoev mit der Heldin des Films, Fotografin aus Cherson Olena Iwanowa
Alan Badoev mit der Heldin des Films, Fotografin aus Cherson Olena Iwanowa

Seite an Seite mit dem Kommandeur der Spezialeinheit „Stugna“, Dmytro Linko, werden wir einfach dort gelangen, wo erbitterte Kämpfe stattfinden – an der Front, und wir werden fast wie auf eigener Haut die Aderpresse am Bein eines schwer verwundeten Soldaten spüren und die strikte Unterstützung seiner Kameraden: „Bruder, du bist stark, du schaffst das! Stell dir vor, wie stolz deine Freundin auf dich sein wird!"

Alan Badoev mit Olena Schuk und ihren Kindern
Alan Badoev mit Olena Schuk und ihren Kindern

„Der lange Tag“ - das ist gewissermaßen meine Sühne für mich selbst

Auf die Idee kam Alan Badoev unmittelbar nach der Tragödie in Butscha. Er sagt, dass es ihn damals bis zur Unerträglichkeit schockierte, ihm aber auch den Anstoß zum Handeln gab.

Nach den Worten des Regisseurs verspürte er nach der groß angelegten Invasion neben der Verzweiflung über die schrecklichen Ereignisse auch Enttäuschung über sich selbst wegen seiner früheren Zusammenarbeit mit russischen Musikern. Hat er es also schon geschafft, sein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen? Oder vielleicht hat die Schaffung dieses Dokumentarfilms dazu beigetragen, die innere Krise zu überwinden und aus ihr herauszukommen?

- Genau so ist es. Wieder mal, der Regisseur reproduziert am häufigsten die Themen, die ihn beschäftigen, und verbindet sich dadurch mit der Zeit, in der er kreiert. Daher ist der Film „Der lange Tag“ gewissermaßen meine Sühne für mich selbst. Ich musste diesen Weg gehen, ich musste den Schmerz spüren, um mich selbst wiederzufinden.

Bei der Arbeit am Film sind ich und mein Team den schwierigsten Weg durch sehr schmerzhafte Geschichten aus dem realen Leben gegangen, um selbst den Schmerz und den Mut der Ukraine in Erinnerung zu behalten und in der Geschichte zu hinterlassen“, antwortet er.

Das Hauptproduktionsteam des Films bestand aus drei Personen: Alan Badoev – Autor, Regisseur und Produzent; Jana Masana – zweite Regisseurin und Schnittleiterin; Anna Wolodawtschyk – Chefredakteurin. Die Kommunikation mit den Helden des Films verlief so: Einige Dateien bekam der Fernsehsender „1+1 Ukraine“, vieles wurde an die Macher des Films von den einfachen Menschen geschickt, einige Materialien wurden manuell von der Redakteurin gesammelt, sie besuchte die Militär und Menschen.

Alan Badoev mit den Teilnehmern des Films „Der lange Tag“
Alan Badoev mit den Teilnehmern des Films „Der lange Tag“

Ich konnte die überlebenden Helden bei der Filmpremiere in Kyjiw treffen, und das sind außergewöhnliche Menschen – Badoev

Alan versuchte, der Regel des Dokumentaristen zu folgen – nicht mit den Helden zu kommunizieren, bis sich die Gelegenheit ergibt, maximal objektiv zu sein. Aber irgendwann am Ende, als Klarstellungen nötig waren, kontaktierte er sie. Und er hatte die Gelegenheit, die Helden, die überlebt haben und die er für außergewöhnliche Menschen hält, bei der Filmpremiere in Kyjiw zu treffen. „Ich liebe sie von ganzem Herzen und danke für Ihr Vertrauen! Wir bleiben in Kontakt und diese Verbindung ist für immer“, gibt der Regisseur aufrichtig zu.

Insgesamt dauerte die Arbeit an dem Film eineinhalb Jahre. Zuerst wurden die Geschichten der Helden nach dem Grad ihrer Entwicklung und dem ausgewählt, was hängen blieb und nicht losließ. Dann wurde jede Geschichte vereinzelt geschnitten und schon im Finale alle zusammengefügt.

„Das ermöglichte uns, nicht einfach nur Menschen zu vereinen, sondern auch die Geschichte mit einer 360-Grad-Ansicht zu erzählen, und das Wichtigste, künstlerische Schritte so zu unternehmen, um den Hauptgedanken des gesamten Films zu erreichen“, so der Autor.

Alan Badoev bei der Filmpremiere
Alan Badoev bei der Filmpremiere

Jedes Werk ist ein Ausdruck. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Clip, eine Dokumentation oder einen Spielfilm handelt

Badoev ist ein ausgebildeter Regisseur-Dokumentarist, doch der Schwerpunkt seiner Arbeit lag lange Zeit auf der Erstellung von Clips, der Fernsehproduktion sowie der Produktion und Regie von Spielfilmen. Ich frage ihn, kann es so sein, dass die dokumentarische Richtung nach „Dem langen Tag“ zur Hauptrichtung in seiner weiteren Arbeit wird?

- Die Regie ist für mich wie die Luft, die ich atme. Aber ich habe immer versucht, keine Genregrenzen zu setzen. Jedes Werk ist ein Ausdruck. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Videoclip, eine Dokumentation oder einen Spielfilm handelt. Sogar eine TV-Show hat ihren Wert, wenn sie als Ausdruck geschaffen wird. Ich gehe die Regie als die Fähigkeit an, sich eine Meinung zu bilden und eine Geschichte zu erzählen. Und ich mag es wirklich, das Genre zu wechseln, das maximal gründlich erlaubt, mit der Zeit und dem Inhalt eines Ereignisses zu arbeiten.

Ich habe wirklich eine Ausbildung zum Dokumentarfilmer gemacht, und es hilft mir immer, sogar in Theaterstücken, maximal ehrlich zu sein und die Zeit zu untersuchen, in der dieser Ausdruck entsteht. Zu diesem Zeitpunkt plane ich bereits ein neues Werk, aber es wird ein Spiel sein, mehr dazu, multimedial.

Alan Badoev mit den Teilnehmern des Films „Der lange Tag“
Alan Badoev mit den Teilnehmern des Films „Der lange Tag“

- „Der lange Tag“ ergänzte eine ziemlich große Auswahl an neuen ukrainischen Dokumentarfilmen. Aber was denken Sie über die Zweckmäßigkeit, schon jetzt Spielfilme über den Krieg zu drehen?

- Ich habe dazu eine klare Position! Meiner Meinung nach ist es noch zu früh, Spielfilme zu militärischen Themen zu drehen. Es muss Zeit vergehen, damit es nicht spekulativ und herablassend wird. Große Filme über den Krieg wurden immer mit der Zeit gemacht.

- Was war das Schwierigste bei der Arbeit an dem Film?

- Jeden Tag dachten wir daran, dass wir mit dem Leben der Menschen und sogar mit seinem Ende arbeiten. Es ist sehr schwierig, sich in eine Person zu verlieben und sie im Laufe der Zeit zu verlieren.

- Dieser Film ist mehr um Emotionales und Reflexion des Erlebnisses, oder kann er dem Zuschauer auch etwas beibringen?

- Erstens ist dieser Film über den Lebenshunger, und das müssen wir jeden Tag lernen. Aber er ist auch über die Angst und darüber, wie man sie überwindet, über Stolz, über Einigkeit.

- Soll ein solcher Film den Kindern, beispielsweise im Teenageralter, gezeigt werden?

- Hier muss man vorsichtig sein. Ich persönlich denke, dass ich die Kindheit den Kindern so lange wie möglich verlängern muss. Aber es wird die Zeit kommen, in der der Film für sie notwendig sein wird: um zu wissen, was der Feind ist, was endloses Böses ist ...

Alan Badoev mit der Teilnehmerin des Films, der Witwe Anna Korschowa.
Alan Badoev mit der Teilnehmerin des Films, der Witwe Anna Korschowa.

24 Soundtracks wurden zum Film geschrieben, auch wie 24 Stunden am Tag sowie der englische Soundtrack Soldier

„Long Day“ wurde der Gewinner des ersten ukrainischen nationalen Dokumentarfilmfestivals Cinema for Victory, in dem während des Krieges gedrehte Filme präsentiert wurden. Während der Preisverleihung betonte ein Jurymitglied, der bekannte ukrainische Kameramann Serhij Mychaltschuk, dass „Long Day“ keine Person seines Fachs – nämlich einen Kameramann – hatte, denn der Kameramann sei das ukrainische Volk selbst gewesen, was einen einzigartigen und sehr starken Einfluss auf das Ergebnis hatte. Der Regisseur sagt, es sei für ihn, erstens, eine Ehre gewesen, die Auszeichnung aus Mychaltschuks Händen entgegenzunehmen und dazu auch solche Worte zu hören. Aber er betont immer, dass dies nicht nur seine Arbeit ist, sondern ihr gemeinsamer Film mit den Helden.

Und wenn es hier überhaupt keinen professionellen Kameramann gab, gab es dafür in „The Long Day“ mehrere Komponisten. Als Musikmensch war es ganz logisch, dass Badojew sofort verstand, dass der Film eine „musikalische Synopse“ haben sollte, die nicht nur die Emotionalität steigert, sondern auch die Zugänglichkeit der Wahrnehmung für ein möglichst breites Publikum erweitert. Sogar in einer Fremdsprache, jeder versteht die Emotionen und die Musik (obwohl der Film natürlich englische Untertitel hat).

Jewhen Filatow arbeitete an der Musik, er schrieb 24 Soundtracks wie 24 Stunden am Tag. Katja Tschili arbeitete mit ihm. Die Musik für den ersten Trailer schrieb der Komponist Jewhen Chmara. Und Maks Barskich schuf den englischsprachigen Song-Soundtrack Soldier, der kurz den Stand unserer Helden und von uns allen beschreibt. „Jeder von uns, der kämpft, ist ein Soldat und ein Verteidiger seines Landes. Sowohl in unserem Land als auch im Ausland applaudieren die Menschen im Takt dieses Liedes im Stehen“, erzählte das Team über das Feedback von Ukrainern und Ausländern, die „The Long Day“ bereits gesehen haben.

Emotionen der Zuschauer bei der Vorführung „Des langen Tages“
Emotionen der Zuschauer bei der Vorführung „Des langen Tages“

Das Kino ist eine Zeitkapsel, ein historisches Dokument, das für Nachkommen, und vielleicht auch, für den Gerichtshof in Den Haag gemacht ist

Es wurde bereits erklärt, dass der Film eine ausländische Filmverleihgeschichte haben wird und dass seine Sondervorführung im Nato-Hauptquartier im Rahmen der strategischen Tagung in Brüssel am Vorabend des 24. Februar 2024 nur der Anfang ist.

Die Autoren des Films planen, eine große Anzahl von Ländern abzudecken und merken an, dass sich mit dem Vertrieb des Films die Ukrainer selbst befassen. Fast alle Vorführungen, die auf allen Kontinenten stattfinden, erfolgen dank der Bewegung unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die die Vorführung in jeder Stadt selbstständig vereinbaren, die Verbindung des Teams mit Kinos organisieren. Auch Botschafter und Diplomaten helfen bei der Werbung. „Und das ist erst der Anfang der „Long Day“-Bewegung“, sind sich die Macher des Films sicher.

Ein wichtiges und wohltätiges Ziel – zu diesem Zeitpunkt hat der Film mehr als 1.100 000 Hrywnja an wohltätigen Spenden eingesammelt. Zu diesem Betrag werden die Filmautoren einen Geldpreis des Nationalen Dokumentarfilmfestivals „Cinema for Victory“ und Gelder aus Auslandsvorführungen hinzufügen und diese zur Unterstützung schwer verwundeter Soldaten spenden. „Ich glaube aufrichtig, dass wir mindestens einem Militärangehörigen mit Prothesen und Rehabilitation helfen können. Denn ein Mensch ist schon Leben!“, sagt der Regisseur.

Zum Schluss möchte ich ergänzen, dass ich, basierend auf dem Titel des Films, bevor ich ihn gesehen habe, schien es mir, dass dies buchstäblich Videos vom ersten Tag der Invasion sein würden, aber hier ist alles viel umfassender – ein „Tag“ als eine Periode, „Tag“, der sich über Monate hinzog.

„Der Film endet mit dem Satz „Unser langer Tag geht weiter…“. Weil der Krieg weitergeht. Und die Ereignisse im Film enden mit der Befreiung des rechten Ufers der Region Cherson. Weil ich sehr wollte die Hoffnung und unsere Errungenschaften zeigen. Wir alle brauchen Hoffnung für Kraft und Glauben. „Langer Tag“ ist für mich der Name dessen, was wir seit zwei letzten Jahren erleben, es ist die ukrainische Bewegung für historische Wahrheit. Das Kino ist eine Zeitkapsel, ein historisches Dokument, das für Jahrhunderte für die Nachkommen, und möglicherweise auch, für das Gericht in Den Haag gemacht wurde. Mal sehen“, ist sich der Regisseur der Dokumentation, Alan Badojew, sicher.

Wir werden glauben, dass das genau so passieren wird. Glauben und kämpfen. Unser gemeinsamer langer Tag geht weiter, aber wir sind stark, wir können alles und wir werden siegen.

Ljubow Basiw. Kyjiw

Foto: Dmytro Komissarenko, bereitgestellt vom Team des Films „Long Day“.


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