Experte: Russland nutzt sein Satellitensystem „Rassvet“ für Drohnenangriffe auf Kyjiw
Das vom russischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Buro 1440 entwickelte Satellitensystem stelle demnach bereits eine absolut funktionsfähige Weltraum-Infrastruktur dar, welche Zeitfenster, in denen diese Steuerung über dem gesamten Staatsgebiet der Ukraine möglich sind, ermögliche.
Nach Angaben der internationalen Monitoring- Systeme CelesTrak und GCAT hat Russland bislang 38 Welraumapparate in die Umlaufbahn gebracht, 32 davon sind RASSVET-3 -Satelliten, die in zwei Chargen im Frühjahr und im Sommer 2026 gestartet wurden.
Nach Angaben von Sentsew bilden derzeit 13 funktionsfähige Satelliten eine Konstellation auf der Höhe von circa 510 Kilometern.
Diese ermöglichen Zeitfenster von jeweils 60 bis 90 Minuten für die Steuerung der Angriffe mit jetgetriebenen Drohnen.
Die größte Gefahr der neuen russischen Taktik bestehe demzufolge in der Möglichkeit, die Flugroute einer Drohne in der Endphase schnell zu ändern. Dies habe die Art und Treffsicherheit der jüngsten Angriffe auf Kyjiw deutlich beeinflusst.
„Der Geschwindigkeitsfaktor in Kombination mit schneller Anpassung der Flugroute über Satelliten reduziert die Reaktionszeit der ukrainischen Flugwehr auf ein absolutes Minimum“, betonte der Experte.
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