Selenskyj: Der Feind startet binnen einer Nacht über 70 Raketen und 280 Drohnen gegen Ukraine, acht Tote
Das teilte Selenskyj auf Facebook mit, berichtet Ukrinform.
Der Feind habe ihm zufolge mehr als 70 Raketen und über 280 Angriffsdrohnen abgefeuert.
„Heute Nacht sind bei einem russischen Raketenangriff in Raduschno in der Region Dnipro die Eltern und drei Kinder ums Leben gekommen. Zwei weitere Kinder konnten lebend aus den Trümmern geborgen werden. Ein ganz normales Wohnhaus, das von einer ballistischen Rakete vollständig zerstört wurde... Auch in Lwiw laufen derzeit Arbeiten am Ort des Einschlags in das Haus – die Trümmer werden beseitigt, nach Menschen gesucht. Insgesamt sind landesweit bislang acht Todesopfer bekannt. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen... Dutzende Menschen wurden verletzt, alle erhalten die notwendige medizinische Versorgung. Alle erforderlichen Dienste sind im Einsatz“, schrieb Selenskyj.
In der Nacht zum 30. Juli waren Kyjiw und die Region sowie die Regionen Dnipropetrowsk, Lwiw, Poltawa, Charkiw, Mykolajiw, Sumy, Winnyzja, Tscherkassy und Iwano-Frankiwsk unter feindlichem Angriff. Dutzende Häuser, zivile Unternehmen und Infrastruktureinrichtungen wurden zerstört oder beschädigt, schrieb Präsident weiter.
Die Russen hätten mehr als 70 Raketen, darunter viele ballistische, über 280 Drohnen auf das Gebiet der Ukraine gestartet. Mehr als 260 Drohnen, eine beträchtliche Zahl von Marschflugkörpern hätten die Luftwaffe, Mobilgruppen abgeschossen, teilte Selenskyj mit.
Die Ukraine stehe vor einem kritischen Mangen an Abwehrraketen, „wenn die Lieferung von Raketen für Luftabwehrsysteme ausbleibt oder verzögert wird“, erklärte der Staatschef.
„Alle Partner wissen, wie und womit sie helfen können. Ich danke allen, die wirklich helfen!“, betonte Selenskyj.
Die ukrainischen Luftstreitkräfte berichteten, dass die russische Armee in der Nacht zum 30. Juli einen massiven kombinierten Angriff auf die Ukraine durchgeführt habe. Angriffsdrohnen sowie verschiedene Arten von Luft-, Boden- und seegestützte Raketen kämen zum Einsatz.
In der Hauptstadt Kyjiw ist ein Mensch uns Leben gekommen, zwei weitere wurden verletzt.
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In einem Dorf am Stadtrand von Krywyj Rih kamen zwei Mädchen im Alter von 5 und 12 Jahren sowie vier Erwachsene ums Leben, nachdem eine ballistische „Iskander-M“-Rakete ein Privathaus, in dem eine kinderreiche Familie lebte, direkt getroffen hatte.
In Lwiw ist die Zahl der Opfer des russischen Raketenangriffs in der Nacht zum 30. Juli auf 30 gestiegen. Mehr als 20 Wohnhäuser, eine Schule und zwei Kindergärten wurden beschädigt.
In der Region Kyjiw wurden fünf Menschen verletzt, darunter ein Kind; im Rayon Browary wurde ein Privathaus teilweise zerstört.
In der Region Poltawa kam eine Person ums Leben; in den Lagerräumen von „Nowa Poschta“ brach ein Brand aus.