Russen starten binnen einer Nacht 70 Raketen und 611 Drohnen gegen Ukraine – Selenskyj
Dies teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Facebook mit, berichtet Ukrinform.
Einheiten der Katastrophenschutzbehörde hätten den Brand auf dem Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kyjiwer Höhlenklosters Lawra gelöscht, der durch einen Angriff ausgelöst worden war, wurde.
„In Kyjiw und auch in Charkiw werden weiterhin die Folgen der russischen Angriffe beseitigt. Allein auf die Hauptstadt haben die Russen in dieser Nacht über 60 Raketen abgefeuert. Insgesamt wurden 70 Raketen und 611 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt“, erklärte Selenskyj.
„Durch den russischen Angriff auf die Kyjiwer Höhlenkloster brannte die Mariä-Entschlafens-Kathedrale (Uspenski-Kathedrale) – eine Kirche, deren Geschichte bereits im 11. Jahrhundert begann. Und dies ist bis heute eines der größten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur. Die staatliche Katastrophenschutzbehörde hat den Brand auf dem Dach der Kathedrale bereits gelöscht“, betonte Selenskyj.
Präsident zufolge hätten die Russen in Charkiw einen erneuten Angriff auf die Rettungskräfte verübt, die am Ort des Angriffs auf ein Unternehmen einen Brand löschten.
„Nach aktuellem Stand ist bekannt, dass leider fünf Menschen ums Leben gekommen sind. Mein Mitgefühl gilt allen Angehörigen. Neun Menschen wurden verletzt. In Dnipro hat Russland einen Angriff auf das Gelände eines Bahnhofs, einer Hochschule und ein Unternehmen verübt“, erklärte er.
Der Staatschef teilte ferner mit, dass es auch Angriffe auf andere Städte und Gemeinden gegeben habe. Angegriffen wurden auch die Regionen Kyjiw, Dnipropetrowsk, Donezk, Saporischschja, Sumy und Mykolajiw.
„So zeigt Russland der Welt seine Absicht, den Krieg fortzusetzen. Es ist äußerst wichtig, dass die G7-Staaten, die sich derzeit zu ihrem Gipfeltreffen versammeln, eine Antwort geben, und zwar eine entschlossene und substanzielle: Mehr Druck auf den Aggressor, mehr Hilfe für die Ukraine bezüglich der Luftabwehr, vor allem bei der Raketenabwehr. Ich danke allen, die uns helfen, Leben zu schützen“, fügte er hinzu.
Gleichzeitig betonte Premierministerin Julia Swyrydenko, dass die Ukraine mehr Mittel zum Abfangen von Raketen und zum Schutz vor den barbarischen Angriffen Russlands benötige.
Das Hauptziel des Feindes war Kyjiw. Vier Menschen kamen ums Leben. In fast allen Stadtteilen der Hauptstadt wurden Schäden und Zerstörungen registriert, sagte die Regierungschefin.
Beschädigt wurden nicht nur Wohnhäuser, sondern auch Kulturgüter – die Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kyjiwer Höhlenklosters, das Dach des „Kunstarsenals“ und das Oleksandr-Dowschenko-Filmstudio.
Die Premierministerin bedankte sich bei den Rettungskräften, dem medizinischen Personal, den kommunalen Diensten und allen, die seit den ersten Minuten nach dem Angriff vor Ort im Einsatz sind, Menschen retten und die Folgen der Angriffe beseitigen.
In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw ist die Zahl der Verletzten nach dem massiven russischen Angriff in der Nacht zum 15. Juni auf 30 gestiegen, vier Menschen sind ums Leben gekommen.
Die ukrainische Luftabwehr hat 50 Raketen und 582 Drohnen neutralisiert, womit die russischen Besatzer seit Sonntagabend, 14. Juni das Gebiet der Ukraine angegriffen hatten. Die Hauptrichtung des feindlichen Angriffs war die ukrainische Hauptstadt Kyjiw.
Fotos: Präsidialamt