Zahl der Menschen mit Behinderungen in der Ukraine infolge des Krieges um 600.000 gestiegen
Diese Zahl habe sie ihren Worten nach bei einer UN-Konferenz anlässlich des 20. Jahrestags der Behindertenrechtskonvention in New York genannt.
Nach Kriegsende könne die Zahl der Menschen mit Behinderungen deutlich steigen – es handele sich vor allem um Kriegsveteranen.

Die Ukraine habe die Behindertenrechtskonvention im Jahr 20009 ratifiziert und implementiere die allmählich in die Staatpolitik und die Gesetzgebung, so Kolobrodowa.
In seiner Rede bei der UN-Konferenz habe sie auf die Auswirkungen der russischen Aggression auf die Einhaltung der Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie auf deren Zustand hingewiesen.
Seit Kriegsbeginn seien demnach mehr als 1200 medizinische Einrichtungen zerstört worden. Menschen mit eingeschränkter Mobilität und mit Behinderungen bekommen Folgen russischer Attacken während der Unterbrechungen von Strom-, Wasser – und Wärmeversorgung besonders schmerzlich zu spüren.
Wegen eingeschränkter Kommunikationsmöglichkeiten sei es laut Kolobrodowa schwieg, Informationen über den Stand der Menschen mit Behinderungen in den besetzten Gebieten zu erhalten. Trotzdem seien im vergangenen Jahr circa 400 Beschwerden über eine Hotline eingegangen.

Die Ukraine organisiere Evakuierungen solcher Menschen aus Russland und besetzten Gebieten, unter anderem über den humanitären Korridor Mokrany - Domanowe an der ukrainisch- belarussischen Grenze. Viele kehren über Polen, Moldau uns andere Nachbarländer in die Ukraine zurück.
Foto: Wolodymyr Iltschenko