Verteidigungskräfte attackieren russische Ölanlage in Jaroslawl an, 700 km von Grenze entfernt – Selenskyj

Verteidigungskräfte attackieren russische Ölanlage in Jaroslawl an, 700 km von Grenze entfernt – Selenskyj

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Ukrinform Nachrichten
Die ukrainischen Verteidigungskräfte haben eine Ölanlage in Jaroslawl, Russland, 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, angegriffen.

Wie Ukrinform berichtet, gab das der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Facebook bekannt.

„Jaroslawl, mehr als 700 Kilometer von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt. Eine Ölanlage, die für die Finanzierung des russischen Krieges von großer Bedeutung war“, berichtete Selenskyj.

Er dankte den ukrainischen Streitkräften und dem Militärgeheimdienst für „ein solches Demonstrieren der Gerechtigkeit“.

Den Drohnenangriff auf die Raffinerie in Jaroslawl bestätigte auch OSINT-Analysen des Oppositionstelegram-Kanals ASTRA.

Laut Analysen und Videos von Augenzeugen geriet die Raffinerie „Slavneft-YANOS“ nach dem Angriff in Brand. Drohnen hatten das Werk bereits zuvor mehrfach angegriffen.

„Slavneft-Yanos“ ist eine Ölraffinerie, die Kraftstoffe und Öle herstellt. Gemessen am Volumen der verarbeiteten Kohlenwasserstoff-Rohstoffe zählt sie zu den fünf größten russischen Raffinerien und ist das größte Ölraffinerieunternehmen im Zentralen Föderationskreis Russlands.

Yanos ist die Hauptraffinerieanlage von Slavneft, deren Anteile zu 99,7 Prozent von Rosneft und Gazprom gehalten werden.

Einwohner einer anderen russischen Stadt Rostow am Don berichteten nach dem nächtlichen Angriff von zahlreichen Explosionen und einem Brand. Analysen zufolge brach das Feuer im Rayon des Westlichen Industrieknoten aus. Dort befinden sich viele Unternehmen verschiedener Branchen, darunter eine Niederlassung des wissenschaftlich-technischen Zentrums „Radar“ und das Farben- und Lackwerk „Empils“, das bereits im Januar 2026 angegriffen wurde.

„Empils“ ist eines der wichtigsten Chemie- und Farbenwerke in Südrussland.

Die Aktiengesellschaft „Wissenschaftlich-Technisches Zentrum „Radar““ beschäftigt sich mit der Entwicklung und Förderung von Spitzentechnologien. Ihr Haupttätigkeitsfeld ist die Entwicklung und Instandhaltung von Spezialanlagen.

Auch die Stadt Perm wurde erneut von Drohnen angegriffen. Der Gouverneur der Region, Dmitri Machonin, bestätigte den Angriff auf die Region. Nach ersten Informationen gibt es keine Todesopfer oder Verletzten.

Insgesamt schossen die russischen Luftverteidigungskräfte laut dem russischen Verteidigungsministerium über Nacht 264 unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) über den Regionen Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tula, Uljanowsk und Jaroslawl, über der Region Krasnodar, über der vorübergehend besetzten Krim, der Republik Tatarstan, der Region Moskau sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer ab.

„Die weitreichenden Sanktionen der Ukraine wirken weiter als Reaktion auf die russischen Angriffe auf unsere Städte und Dörfer. Russland muss sich für echten Frieden entscheiden, und nur starker Druck kann diesen gewährleisten“, betonte der ukrainische Präsident.

Wie berichtet erklärte Selenskyj, dass zum Stand von Freitag, dem 8. April, 7 Uhr morgens, bereits über 140 Angriffe auf Stellungen an der Front und 10 Stürme registriert worden seien. Die Russen hätten zudem mehr als 850 Drohnenangriffe verschiedener Typen verübt.


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