Drohnenangriff auf Zug in Region Charkiw: Vier Tote
Darüber schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram.
„Russland hat heute (gestern – Red.) einen Personenzug in der Region Charkiw mit Kampfdrohnen angegriffen. In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug gleich klassifiziert – eindeutig Terrorismus. Daran bestünde in Europa, Amerika, der arabischen Welt, China oder anderswo kein Zweifel. Es gibt und kann keinen militärischen Zweck darin bestehen, Zivilisten in einem Zugwaggon zu töten“, erklärte Selenskyj.
Seinen Angaben zufolge befanden sich mehr als 200 Menschen im Zug. 18 Personen befanden sich in dem Waggon, der von einer der russischen Drohnen getroffen wurde.
„Insgesamt sind zum jetzigen Stand vier Menschen durch den Angriff von drei Drohnen ums Leben gekommen. Mein Beileid an alle Angehörigen und Freunde. Rettungskräfte suchen nach vier weiteren Personen, zwei sind verletzt worden“, teilte Selenskyj mit.
Er betonte, dass Russland für sein Handeln zur Rechenschaft gezogen werden müsse.
„Und das bedeutet Verantwortung nicht nur für Angriffe auf unsere Leute, auf unser Leben, sondern auch für die Möglichkeit solcher Angriffe an sich. Die Russen haben ihre Möglichkeit zu töten und Terror zu verbreiten deutlich ausgebaut. Sie bringen sich in die Weiterentwicklung des Terrors ein. Und unsere Aufgabe – und das sollte alle vernünftigen Menschen weltweit vereinen – ist es, den Schutz des Lebens zu gewährleisten. Dies ist möglich durch Druck auf Russland. Dies ist möglich, indem Russland für sein Handeln bestraft wird. Dies ist möglich durch Unterstützung für die Ukraine. Danke allen, die nicht schweigen, wenn sie sehen, was russische Terroristen tun“, betonte Selenskyj.
Foto: Staatsanwaltschaft der Ukraine