Ukraine fordert Ausschluss Russlands aus IAEA: Terrorstaat hat dort keinen Platz
„Russlands unvernünftige Angriffe gefährden die nukleare Sicherheit. Russland greift systematisch die ukrainische Energieinfrastruktur an, um Risiken für Stromausfälle in Atomanlagen, darunter im Kernkraftwerk Tschornobyl und anderen Kernkraftwerken, zu bereiten“, so der Außenminister.
Sybiha betonte, dass solange russische offizielle Personen von der „Wichtigkeit“ der Stromleitungen sprechen, greifen ihre Streitkräfte gezielt Umspannwerke an, gefährden unmittelbar die nukleare Sicherheit und ignorieren die wiederholten Warnungen der IAEA. Nach der Ansicht des Ministers habe dies nichts mit der Initiative „Atome für den Frieden“ zu tun, sondern sei der Missbrauch des nuklearen Risikos als Druckmittel.
„Die Ukraine intensiviert ihre Zusammenarbeit mit der IAEA. Wir fordern den Gouverneursrat der IAEA auf, entschieden zu reagieren und dringend eine Sondersitzung einzuberufen, um die Frage der russischen Präsenz im Gouverneursrat zu klären. Unsere Position liegt darin, dass ein Terrorstaat, der die nukleare Sicherheit bewusst gefährdet, dort keinen Platz hat“, betonte Sybiha.
Wie berichtet wurden am Dienstagmorgen durch russische Angriffe mehrere ukrainische Umspannwerke, die für die nukleare Sicherheit von entscheidender Bedeutung sind, beschädigt, und das Kernkraftwerk Tschornobyl war vollständig von der externen Stromversorgung abgeschnitten.
Foto: IAEA