Ukraine initiiert Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats wegen russischen Angriffs mit Oreschnik auf Region Lwiw

Ukraine initiiert Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats wegen russischen Angriffs mit Oreschnik auf Region Lwiw

Ukrinform Nachrichten
Die Ukraine wird eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, eine Sitzung des Nato-Ukraine-Rates sowie innerhalb der EU, des Europarats und der OSZE bezüglich des russischen Einsatzes einer Mittelstreckenrakete gegen die Region Lwiw initiieren.

Dies erklärte Außenminister Andrij Sybiha auf Plattform X.

Der ukrainische Außenminister stellte fest, dass Russland behauptet, eine Mittelstreckenrakete, den sogenannten Oreschnik, gegen die Region Lwiw eingesetzt zu haben.

„Ein solcher Angriff nahe der Grenzen der EU und der Nato stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit auf dem europäischen Kontinent und einen Test für die transatlantische Gemeinschaft dar. Wir fordern eine entschiedene Antwort auf Russlands unsinniges Vorgehen. … Wir werden internationale Maßnahmen initiieren – eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, eine Sitzung des Nato-Ukraine-Rates sowie eine Reaktion im Rahmen der EU, des Europarats und der OSZE“, schrieb Sybiha.

Er fügte hinzu, dass die ukrainische Seite die Vereinigten Staaten, europäische Partner sowie alle Länder und internationalen Organisationen über die Details dieses gefährlichen Angriffs auf diplomatischem Wege informiere.

„Es ist absurd, dass Russland diesen Angriff mit einem vorgetäuschten „Angriff auf Putins Residenz“ zu rechtfertigen versucht, den es nie gegeben hat. Ein weiterer Beweis dafür, dass Moskau keine realen Gründe für Terror und Krieg braucht“, betonte der Minister.

Sybiha merkte an, dass Putin in Reaktion auf seine eigenen Wahnvorstellungen eine Rakete mit Aufklärungssystem nahe der Grenzen der EU und der Nato einsetzt.

„Das ist eine wahrhaft globale Bedrohung. Und sie erfordert eine globale Antwort. Es sind entschiedenere Schritte gegen die russische Tankerflotte nötig, und die USA haben Recht, wenn sie entsprechende Maßnahmen ergreifen, und auch gegen russische Öleinnahmen, Ölprojekte und Vermögenswerte. Nicht nur in der EU, sondern weltweit. Wir rufen alle verantwortlichen Staaten und internationalen Organisationen auf, die russische Lüge unverzüglich zu entlarven und den Druck auf den Aggressor zu erhöhen“, betonte der Außenminister.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass in der Nacht zum 9. Januar ein Angriff auf ukrainisches Territorium, unter anderem mit einer ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik, verübt wurde. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete dies als Reaktion auf den angeblichen Angriff auf Putins Residenz in Waldai in der Nacht zum 29. Dezember 2025.

Das Luftkommando „Sachid“ der ukrainischen Luftstreitkräfte gab an, dass die ballistische Rakete, mit der der Feind am 8. Januar Lwiw angegriffen hatte, eine Geschwindigkeit von 13.000 Kilometern pro Stunde erreichte. Der Raketentyp soll nach der Untersuchung aller Komponenten ermittelt werden.

Laut Oberst Jurij Ihnat, dem Leiter der Kommunikationsabteilung des Luftwaffenkommandos der ukrainischen Streitkräfte, könnte Russland die Region Lwiw vom Truppenübungsplatz Kapustin Jar in der Region Astrachan aus angegriffen haben, wo sich nach ersten Informationen der Oreschnik-Komplex befindet.

Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass die Informationen über die Angriffe auf Putins Residenz Waldai ein Fake sei, den die Russen erfunden haben, um die erfolgreichen Verhandlungen über ein Ende des Krieges zum Scheitern zu bringen.


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