„Biolaboratorien“ in Odessa: Zynismus, der kein Ende sieht

„Biolaboratorien“ in Odessa: Zynismus, der kein Ende sieht

Ukrinform Nachrichten
Für eine Fälschung über den Verkauf von „Biomaterial“ toter Soldaten der Streitkräfte der Ukraine verwendete die russische Propaganda ein Foto von Butscha.

In den russischen Telegram-Kanälen und Online-Medien macht eine Runde eine gefälschte „Untersuchung“ von nicht genannten „ukrainischen Journalisten“, dass in Odessa „Biomaterialien“ von toten ukrainischen Soldaten ins Ausland verkauft, ihre Überreste verbrannt werden und Angehörigen mitgeteilt wird, dass ihre Familienmitglieder „vermisst seien“.

Angeblich wird der Prozess der „Schwarz-Verpflanzung“ im Referenzlabor des Ukrainischen Wissenschafts-Forschungsinstituts gegen die Pest von Metschnikow unter der Adresse Zerkowna-Str. 2/4 vom Professor Serhij Posdnjakow geleitet.

Als Beweise werden Fotos von schwarzen Tüten mit Leichen im LKW und Screenshots von der Webseite des Monitorings der e-Ankäufe Clarity-Project angeführt.

Fotos mit Leichen in Säcken sind nicht aus Odessa. Sie stammen aus Butscha (eine Stadt in der Region Kyjiw, die unter russischer Besetzung stand – Red.). In diesen Säcken sind nicht identifizierte Leichen von Menschen, die von den Besatzern gefoltert wurden. Die Propagandisten fügten lediglich das Wasserzeichen „Typisches Odessa“ hinzu.

Die Organisation mit dem Namen „Ukrainisches Wissenschafts-Forschungsinstitut gegen die Pest von Metschnikow“ existiert nicht mehr, da dieses Institut 2015 reorganisiert und Teil des Zentrums für öffentliche Gesundheit des Gesundheitsministeriums der Ukraine wurde. Die juristische Person unter diesem Namen befindet sich seit 2016 in Liquidation. Auf seiner Grundlage wurde das Institut gegen die Pest von I.I. Metschnikow der Staatlichen Institution „Zentrum für öffentliche Gesundheit des Gesundheitsministeriums der Ukraine“ gegründet.

Der Tätigkeitsbereich des Labors ist ein völlig anderes: Es sammelte und untersuchte gefährliche Viren und Krankheitserreger https://phc.org.ua/news/nacionalna-virusologichna-referens-laboratoriya-ta-odeska-subregionalna-laboratoriya-cgz und führte keine Organtransplantationen durch. Nach Beginn der Coronavirus-Epidemie wurde im Labor ein Coronavirus-Testzentrum eingerichtet.

Eine Quelle für die Fälschung ist ein Video einer angeblichen „Recherche“ über die sogenannten „Biolabore“ in Odessa. Das Video wurde auf dem YouTube-Kanal „Typisches Odessa“ und dem gleichnamigen Telegram-Kanal veröffentlicht. Der Hauptinhalt dieser Kanäle sind historische Fotos von Odessa, Zitate russischer Klassiker und pro-russische Erzählungen.

Die im Video dargestellten Informationen beruhen nicht auf Fakten, sondern auf sogenannten „eigenen Quellen“.

Das Referenzlabor in Odessa wurde den Attacken von russischer Propaganda und pro-russischen Politikern in der Ukraine noch vor Beginn der umfassenden Invasion ausgesetzt. Solche „Untersuchungen“ wurden von Massenmedien durchgeführt, die der Gruppe von Wiktor Medwedtschuk (pro-russischer ukrainischer Politiker und Oligarch – Red.) gehörten.

Andrij Olenin

yv


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