Posprop verbreitet weiter Fake News: Ukraine verkauft westliche Waffen an Drittländer

Posprop verbreitet weiter Fake News: Ukraine verkauft westliche Waffen an Drittländer

Faktencheck
Ukrinform Nachrichten
Wie eine nicht anonyme Quelle konnten nur Puschilin zur Förderung des bekannten Narrativs ausnutzen haben

Der Anführer der „DPR“ (die sogenannte „Volksrepublik“ Donezk – Red.) Denys Puschilin sagte in einem Interview mit einer der staatlichen Agentur der Russischen Föderation, dass die Ukraine auf dem Schwarzmarkt Waffen verkaufe, die sie von westlichen Partnern erhalten habe.

Diese Aussage Puschilins ist Fake.

Erstens wurde das Fehlen von Anzeichen für eine Übergabe von Waffen an Drittländer durch die Ukraine in den USA bestätigt. Dies sagte kürzlich Pentagon-Sprecher Patrick Ryder.

„Jetzt haben wir keine verlässlichen Informationen, die darauf hindeuten, dass es eine Weiterleitung der ukrainischen Hilfe für illegale Nutzung gibt“, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums.

Er machte ferner deutlich, dass die Ergebnisse auf dem Schlachtfeld sprechen für sich.

Zweitens haben diese Informationen auch ukrainische Vertreter widerlegt. In einem Kommentar für Ukrinform sagte die Sprecherin des staatlichen Rüstungskonzerns Ukroboronprom, Natalia Sad, dass Informationen über Übergabe von Waffen an Drittländer durch die Ukraine ein totaler Unsinn sei. Die Ukraine selbst brauche Waffen, und alle Fortschritte auf dem Schlachtfeld hängen nicht nur von ukrainischen Soldaten ab, sondern auch von der Anschaffung von Waffen für Truppen, fügte sie hinzu.

„Was wir herstellen, reparieren, aus dem Ausland einführen und im Rahmen der internationalen technischen Hilfe erhalten, reicht noch nicht aus, um einen Wendepunkt in diesem Krieg zu erreichen“, erklärte Sad.

Außerdem betonte sie, dass der staatliche Konzern Ukroboronprom seit Beginn des umfassenden Krieges jegliche Exportverträge gestoppt habe und das ukrainische Militär-Industrie-Komplex ausschließlich daran arbeite, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken.

"Wenn es um internationale technische Hilfe geht, was wir von unseren westlichen Partnern bekommen, kommt das alles an die Streitkräfte der Ukraine.

«Es gibt auch Kontrollinstrumente. In der Ukraine wurde eine provisorische Ermittlungskommission der Werchowna Rada (Parlament – Red.) für die Überwachung von Erhaltung und Verwendung von Waffen ins Leben gerufen, die der Ukraine von internationalen Partnern während des Kriegsrechts zur Verfügung gestellt wurden", erkläte die Sprecherin des staatlichen Rüstungskonzerns Ukroboronprom.

Aber außer dem parlamentarischen Mechanismus zur Kontrolle der gelieferten Waffen gibt es noch andere. Wie Berater des Sekretärs des Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine (RNBO), der ehemalige  stellvertretende Generaldirektor Ukroboronprom, Serhij Omeltschenko, Ukrinform  mitteilte, die Ukraine verwende zusammen mit den USA und Großbritannien Logistiksoftware, die jede Waffenartikel, die geliefert wird, erfasst.

„Die Kanäle, über die Waffen geliefert, wohin sie geliefert, wo sie gelagert und wo sie verwendet werden, werden kontrolliert“, teilte er Ukrinform mit.

Die EU schaffte auch Rüstungskontrollmechanismen, und die Ukraine und Partner verfolgen spiegelartig Waffen und Munition, die geliefert werden, fügte Omeltschenko hinzu.

Die Erklärungen der Russen über den Verkauf westlicher Waffen durch die Ukraine seien eine klar gezielte Informationsoperation, betonte der Ex-RNBO-Chef.

Zuvor hat VoxCheck bereits die Fehlinformationskampagne zum Thema Waffenverkauf, die im ersten Drittel des Monats April durch Verwendung ausländischer Publikationen begonnen hat, detailliert behandelt. Dann gab es weitere Ausbrüche. Bereits Anfang Dezember kam der Ständige Vertreter der Russischen Föderation Nebensja bei der Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu Wort. Propagandisten geben Länder Afrikas, des Nahen Ostens, Europas sowie „DNR“ und IS-Kämpfer als Käufer von westlichen Waffen, die in die Ukraine eingeliefert wurden, aus.

Wie Ukrinform berichtete, widerlegte die Europäische Kommission russische Fakes über den „Verkauf“ westlicher Waffen durch die Ukraine und berichtete über starke Garantien und Mechanismen, damit Rüstungsexporte nicht gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen.

Dmytro Badrak

nj


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