Kriegslandschaften: neue „Ernten“ auf ukrainischen Feldern

Kriegslandschaften: neue „Ernten“ auf ukrainischen Feldern

Ukrinform Nachrichten
Eine Fotoreportage von Ukrinform

Nach der umfassenden Invasion der russischen Truppen sind die ukrainischen landwirtschaftlichen Felder zu Feldern erbitterter Kämpfe geworden. Statt Ähren und gelbgrüner Teppiche ist hier der Boden von Beschüssen verwüstet.

Wie die Agrarlandschaften des Krieges nun aussehen, kann man in einer Fotosammlung von Ukrinform sehen.

Krater von Artilleriegeschossen in der Nähe des Dorfes Dowhenke, Region Charkiw. Foto: Maxar
Krater von Artilleriegeschossen in der Nähe des Dorfes Dowhenke, Region Charkiw. Foto: Maxar

Das beschädigte Relief der Felder formt Schlachtbilder mit unzähligen Kreisen und Linien. Die ersten sind von Granaten und ihren Splittern und Bruchstücken, die zweiten - von der Bewegung von Militärwaffen.

Krater mit einem Durchmesser von 40 Metern in Dowhenke, Region Charkiw. Foto: Maxar

Krater mit einem Durchmesser von 40 Metern in Dowhenke, Region Charkiw. Foto: Maxar

Screenshot aus einem Video des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine
Screenshot aus einem Video des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine
„Aussaat“ auf dem Weg zu Isjum. Foto: Roman Ratuschnyj, twitter.com/ratushnyi_r
„Aussaat“ auf dem Weg zu Isjum. Foto: Roman Ratuschnyj, twitter.com/ratushnyi_r

Anstelle einer friedlichen Raupe fügen nun Schaden auf den Feldern Raupenketten und Räder von tonnenschweren Maschinen zu. Nach zahlreichen Linien kann man die Bewegung von Kriegsmaschinen verfolgen.

Das Aufschlagen auf den Boden mit verschiedenen Waffen schadet dem Grund. An einigen Stellen erreichen die Krater eine Tiefe von 4-6 Metern und einen Durchmesser von mehreren zehn Metern. Die Agrarier schlagen vor, in diesen von feindlichen Waffen tiefen Erdlöchern Naturherde zu schaffen. Sie sind überzeugt, dass dies zu einer symbolischen Heilung der Kriegswunden und zu einer Stärkung einer nachhaltigen modernen landwirtschaftlichen Produktion und Bauernschaft werden kann.

Krater auf einem Feld in der Nähe des Dorfes Mala Rohan, Region Charkiw. Foto: Carol Guzy, instagram.com/carolguzy
Krater auf einem Feld in der Nähe des Dorfes Mala Rohan, Region Charkiw. Foto: Carol Guzy, instagram.com/carolguzy
Panzerturm eines zerschlagenen gepanzerten Kampffahrzeugs auf einem Weizenfeld in der Nähe der Stadt Itschnja in der Region Tschernihiw. Foto: Wladyslaw Musijenko, instagram.com/wladyslaw_musiienko
Panzerturm eines zerschlagenen gepanzerten Kampffahrzeugs auf einem Weizenfeld in der Nähe der Stadt Itschnja in der Region Tschernihiw. Foto: Wladyslaw Musijenko, instagram.com/wladyslaw_musiienko

Unterdessen geht der Krieg weiter. Und die Hauptaufgabe ist die Minenräumung von mit Sprengsätzen kontaminierten Gelände. Manche Granaten explodieren schließlich nicht und bleiben am Boden liegen. Außerdem ist der ukrainische Boden voll mit feindlichen Minen gefüllt, die die Russen zurücklassen, während sie sich von ihren Positionen zurückziehen.

Screenshot aus einem Video des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine
Screenshot aus einem Video des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine

Nach Angaben des Innenministers der Ukraine, Denys Monastyrskyj, kann die Minenräumung der Ukraine bis zu 10 Jahre dauern. Blindgänger und Minen haben etwa 300.000 Quadratkilometer kontaminiert, was die Hälfte des Territoriums der Ukraine ausmacht.

Eine Rakete des Mehrfachraketenwerfers „Smertsch“, die auf einem Gelände neben einem Feld während der Aussaatkampagne 30 km von der Frontlinie entfernt in der Region Saporischschja einschlug. Foto: Dmytro Smoljenko
Eine Rakete des Mehrfachraketenwerfers „Smertsch“, die auf einem Gelände neben einem Feld während der Aussaatkampagne 30 km von der Frontlinie entfernt in der Region Saporischschja einschlug. Foto: Dmytro Smoljenko

Wälder und Waldgürtel sind jetzt besonders gefährlich.

Minenräumung des Straßenrandes in der Nähe des Dorfes Hoholiw in der Region Kyjiw. Foto: David Guttenfelder, instagram.com/dguttenfelder
Minenräumung des Straßenrandes in der Nähe des Dorfes Hoholiw in der Region Kyjiw. Foto: David Guttenfelder, instagram.com/dguttenfelder

Minenräumarbeiten müssten so schnell wie möglich gemacht werden. Schließlich muss man zeitlich schaffen, damit die Minen nicht mit dem Gras zuwachsen und später nicht in die Tiefe gehen. Denn dann wird es noch schwieriger sein, sie zu finden und zu entschärfen.

Reste eines russischen Hubschraubers liegen auf einem Feld mit Granatkratern in Biskwitne östlich von Charkiw. Foto: John Moore, instagram.com/jbmoorephoto
Reste eines russischen Hubschraubers liegen auf einem Feld mit Granatkratern in Biskwitne östlich von Charkiw. Foto: John Moore, instagram.com/jbmoorephoto

Reste eines russischen Hubschraubers Ka-52, der mit einer schultergestützten Kurzstrecken-Boden-Luft-Rakete „Igla“ in einem Feld in der Region Charkiw abgeschossen wurde. Foto: 93. separate motorisierte Brigade „Cholodnyj Jar“
Reste eines russischen Hubschraubers Ka-52, der mit einer schultergestützten Kurzstrecken-Boden-Luft-Rakete „Igla“ in einem Feld in der Region Charkiw abgeschossen wurde. Foto: 93. separate motorisierte Brigade „Cholodnyj Jar“

Außerdem werden die fruchtbaren Felder der Ukraine durch Altmetall verschmutzt, in das die ukrainischen Streitkräfte feindliche Ausrüstung verwandeln. Zum toxischen Müll wird sowohl Boden- als auch Luft-Militärausrüstung, von der die Russen viel haben.

Foto: 93. separate motorisierte Brigade „Cholodnyj Jar“
Foto: 93. separate motorisierte Brigade „Cholodnyj Jar“

Foto: 93. separate motorisierte Brigade „Cholodnyj Jar“
Foto: 93. separate motorisierte Brigade „Cholodnyj Jar“

Der russische Präsident Putin erklärte am 24. Februar der Ukraine den Krieg und startete eine umfassende Offensive. Seitdem beschießen und zerstören russische Truppen wichtige Objekte der Infrastruktur und befeuern massiv Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Mehrfachraketenwerfern und ballistischen Raketen.

Die Streitkräfte der Ukraine und territoriale Verteidigungseinheiten wehren sich heldenhaft gegen die russischen Invasoren.

In der Ukraine wurde das Kriegsrecht verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen.

Russlands Aggression gegen die Ukraine hat eine geschlossene Reaktion der Europäischen Union und der gesamten zivilisierten Weltgemeinschaft hervorgerufen, die harte Sanktionen gegen Russland verhängten, der Ukraine erhebliche politische, wirtschaftliche, finanzielle und militärische Unterstützung gewähren und Millionen von Ukrainern, die vor dem Krieg fliehen, aufnehmen.

Die Ukraine hat die Russische Föderation beim Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag offiziell verklagt.

Die Verteidigungskräfte der Ukraine leisten dem Angreifer erbitterten Widerstand und fügen ihm schwere Verluste zu.

yv


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