Russischer Müll: Reste feindlicher Wehrtechnik bedecken ukrainischen Boden

Russischer Müll: Reste feindlicher Wehrtechnik bedecken ukrainischen Boden

Ukrinform Nachrichten
Ukrainische Armee befreit weiterhin heldenhaft ukrainische Dörfer und Städte von russischen Eindringlingen

Zerschlagene russische Militärtechnik in der Nähe der zerstörten Eisenbahnbrücke in Richtung Tschernihiw. Foto: Pawlo Bahmut
Zerschlagene russische Militärtechnik in der Nähe der zerstörten Eisenbahnbrücke in Richtung Tschernihiw. Foto: Pawlo Bahmut

Seit die Streitkräfte der Ukraine die Kontrolle über die Siedlungen wiedererlangt haben, in denen die Kämpfe mit den russischen Invasoren stattfanden, wurde dort eine riesige Menge Altmetall gefunden – zerschmetterte Militärtechnik der Russischen Föderation. Solche Spuren hat die „zweite Armee der Welt“ hinterlassen.

Die Reste von Panzern, Schützenpanzern, manchmal Flugzeugen, Raketenbruchstücke und ganze Granaten bedeckten den ukrainischen Boden. Fotojournalisten von Ukrinform haben gesehen, wie es in Dörfern in den Regionen Kyjiw, Tschernihiw und Sumy aussieht.

Vernichtete russische Militärtechnik am Stadtrand von Iwankiw in der Region Kyjiw. Foto: Yewhen Kotenko
Vernichtete russische Militärtechnik am Stadtrand von Iwankiw in der Region Kyjiw. Foto: Yewhen Kotenko

Überall, wo immer sie waren, hinterließen die russischen Truppen Berge beschädigter und zerstörter Technik. Sie wird ihre Hauptkampfaufgaben nicht mehr erfüllen können, aber sie bleibt weiterhin gefährlich.

Die Gesundheit und das Leben der Ukrainer sind besonders durch Blindgänger bedroht.

Russische Granaten im Dorf Andrijiwka in der Region Kyjiw. Foto: Anatolij Siryk
Russische Granaten im Dorf Andrijiwka in der Region Kyjiw. Foto: Anatolij Siryk

Wegen des massiven und chaotischen Einsatzes verschiedener Waffen und Minensysteme durch das russische Militär ist die Ukraine nach Angaben des Innenministeriums der Ukraine zu einem der am stärksten mit Munition verseuchten Länder geworden. Es wird Jahre dauern, das Territorium von Minen und Granaten zu räumen.

Daher ist es jetzt gefährlich, in den Wald, zu den Teichen und Seen und auf die Felder, wo die Kämpfe stattfanden, zu gehen, sich der kaputten feindlichen Technik zu nähern und die verlassenen Gebäude und Häuser zu betreten.

Reste russischer Militärtechnik in Butscha, Gebiet Kyjiw. Foto: Anatolij Siryk
Reste russischer Militärtechnik in Butscha, Gebiet Kyjiw. Foto: Anatolij Siryk

Nach auf Facebook geposteten Angaben des Generalstabs belaufen sich die gesamten Kampfverluste der russischen Armee vom 24. Februar bis 16. April auf etwa 20.100 Mann. Der Feind verlor außerdem 762 Kampfpanzer, 1.982 gepanzerte Kampffahrzeuge, 371 Artilleriesysteme, 125 Mehrfachraketenwerfer, 66 Luftabwehrsysteme, 163 Flugzeuge, 145 Hubschrauber, 1.458 Kraftfahrzeuge, 8 Schiffe / Boote, 76 Tanks mit Treib- und Schmierstoffen, 138 Drohnen, 25 spezielle Fahrzeuge und 4 Raketenlafetten.

Reste russischer Wehrtechnik in der Nähe von Sumy. Foto: Anna Wojtenko
Reste russischer Wehrtechnik in der Nähe von Sumy. Foto: Anna Wojtenko

Seit Beginn der groß angelegten russischen Invasion hat die ukrainische Armee mehr als 5.000 Kampffahrzeuge des Feindes in Altmetall verwandelt.

Reste russischer Militärausrüstung in Trostjanez in der Region Sumy. Foto: Anna Wojtenko
Reste russischer Militärausrüstung in Trostjanez in der Region Sumy. Foto: Anna Wojtenko

Ein solcher Metallhaufen – und das sind seit dem 8. April laut Forbes 85.000 Tonnen – kann zur Wiederherstellung der Infrastruktur des Landes verwendet werden, wenn er ordnungsgemäß verwertet wird. Es sind etwa 75.000 Tonnen Kohlenstoff- und Edelstahl; 2,5 Tausend Tonnen Aluminium; 1 Tausend Tonnen Kupfer; mehr als 360 Tonnen Titan und Magnesium sowie 10 kg Platin, 18 kg Gold und 1,2 Tonnen Silber.

Zerschmetterte russische Militärausrüstung in der Nähe von Dmytriwka in der Region Kyjiw. Foto: Pawlo Bahmut
Zerschmetterte russische Militärausrüstung in der Nähe von Dmytriwka in der Region Kyjiw. Foto: Pawlo Bahmut

Wenn die ganze russische Technik verwertet wird und Metalle verkaufen werden, kann man etwa 45 Millionen USD verdienen. Doch Militärschrott hat seine Besonderheiten: Seine Verwertung ist ein komplexer und zeitaufwändiger Prozess, der staatlicher Kontrolle bedarf.

Der russische Präsident Putin erklärte am 24. Februar der Ukraine den Krieg und startete eine umfassende Offensive. Seitdem beschießen und zerstören russische Truppen wichtige Objekte der Infrastruktur und befeuern massiv Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Mehrfachraketenwerfern und ballistischen Raketen.

Die Streitkräfte der Ukraine und territoriale Verteidigungseinheiten wehren sich heldenhaft gegen die russischen Invasoren.

Zerschlagene russische Militärtechnik in der Region Kyjiw. Foto: Julia Owsyannikowa
Zerschlagene russische Militärtechnik in der Region Kyjiw. Foto: Julia Owsyannikowa

In der Ukraine wurde das Kriegsrecht verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen.

Russlands Aggression gegen die Ukraine hat eine geschlossene Reaktion der Europäischen Union und der gesamten zivilisierten Weltgemeinschaft hervorgerufen, die harte Sanktionen gegen Russland verhängten, der Ukraine erhebliche politische, wirtschaftliche, finanzielle und militärische Unterstützung gewähren und Millionen von Ukrainern, die vor dem Krieg fliehen, aufnehmen.

Die Ukraine hat die Russische Föderation beim Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag offiziell verklagt.

yv


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