Verstümmelte Kindheit: Wie Ochmatdyt junge Ukrainer im Krieg rettet

Verstümmelte Kindheit: Wie Ochmatdyt junge Ukrainer im Krieg rettet

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Ukrinform Nachrichten
Seit dem 24. Februar, dem Beginn der umfassenden russischen Invasion der Ukraine, ist die größte nationale Kinderklinik „Ochmatdyt“ rund um die Uhr in Betrieb. Anstelle geplanter Operationen erfolgt hier die Notrettung von Ukrainern, die bei Beschüssen der Angreifer verletzt wurden.

Ochmatdyt nimmt hier nun verwundete Kinder und Erwachsene auf und Schwerkranke bleiben tagelang in Notunterkünften.

„Verwundete Kinder, deren Eltern vor ihren Augen getötet wurden, werden zu uns gebracht. Ältere Menschen, deren Häuser durch eine Rakete zerstört wurden, werden zu uns gebracht. Zu uns werden Zivilisten gebracht“, teilte die Klinik mit.

13-jähriger Wowa wurde am 26. Februar in Ochmatdyt gebracht. Er und seine Familie versuchten, Kyjiw zu verlassen, als ihr Auto unter Beschuss geriet. Der Vater des Jungen und sein 6-jähriger Bruder starben auf der Stelle.

Wowa hat eine Explosionsschusswunde in der rechten Gesichtshälfte, einen offenen Schusssplitterbruch des Unterkiefers und einen Splitterbruch des rechten Kinn-Orbital-Komplexes. Der Junge unterzog sich einer Reihe komplexer Operationen. Er wird eine lange Rehabilitation brauchen, um sich vollständig zu regenerieren.

Die Mutter der 6-jährigen Milana wurde am 28. Februar vor ihren Augen getötet, als eine russische Rakete ihr Haus in der Nähe von Hostomel traf.

Die Splitter verletzten die Beine des Mädchens.

Die 7-jährige Warja aus Irpin und ihre Familie versuchten, ihre Heimatstadt zu verlassen, die ständig vom russischen Militär beschossen wird. Die Eindringlinge begannen, die Autos der Zivilisten mit Mörsern anzugreifen.

Warja und ihre Mutter erlitten schwere Splitterwunden und ihre Beine wurden schwer verletzt.

Am Morgen des 18. März wurde in Ochmatdyt eine Familie verwundeter Einwohner von Kyjiw gebracht, die in einem Viertel der Hauptstadt infolge der Beschüsse russischer Truppen verletzt worden waren. Dmytro und Olha waren gerade dabei ihrer einmonatigen Tochter Victoria zu essen zu geben, als eine feindliche Granate in der Nähe des fünfstöckigen Gebäudes landete, in dem die Familie lebt. Die Kleine konnte überleben und wurde nicht verletzt, weil ihre Mutter sie mit ihrem eigenen Körper deckte, und Olha hatte zahlreiche Splitterwunden. Der Vater hat zerschnittene Beine.

Am 17. März brachen der 14-jährige Jurij und sein Vater für humanitäre Hilfe und Medizin in das Zentrum des besetzten Butscha auf.

„Wir fuhren mit den Fahrrädern, als der russische Soldat aus dem Haus kam. Wir hielten an, hoben die Hände und sagten, wir haben keine Waffen. Aber der Soldat fing an, auf den Vater zu schießen. Er fiel. Dann fing der Militär an, auf mich zu schießen, zwei Kugeln trafen meine Hand. Ich fiel zu Boden. Der Soldat schoss noch einmal in die Kapuze, aber die Kugel hat den Kopf nicht getroffen“, sagte der Junge.

Jurij lag einige Minuten auf dem Boden, und als der russische Soldat ging, rannte der Junge zum nächsten Unterstand, wo ihm Erste Hilfe geleistet wurde. Dann erlangte er sein Zuhause und erzählte seiner Familie, dass sein Vater getötet worden war. Ruslan war 47 Jahre alt. Jurij erhielt eine Schusswunde in Arm, Unterarm und Finger.

Ein 4-jähriger Junge kehrte mit seinem Vater nach Hause zurück, als der feindliche Beschuss eines Kyjiwer Viertels begann. Eine russische Granate traf den Hof, und der Sohn und der Vater erlitten Splitterwunden. Der Junge hat eine schwere Minenexplosionsverletzung der Kreuzes.

Nach Angaben des Amtes der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine haben die russischen Eindringlinge zum Stand vom Morgen des 26. März bereits 136 Kinder in der Ukraine getötet und 199 Kinder verletzt. Die höchste Zahl der getöteten und verletzten Kinder im Gebiet Kyjiw – 64, Gebiet Charkiw – 44, Gebiet Donezk – 50, Gebiet Tschernihiw – 38, Gebiet Mykolajiw – 28, Gebiet Luhansk – 25, Gebiet Saporischschja – 17, Gebiet Cherson – 20, Hauptstadt – 16 , Gebiet Schytomyr - 15 und Gebiet Sumy – 14.

Der russische Präsident Putin erklärte am 24. Februar der Ukraine den Krieg und startete eine umfassende Offensive. Seitdem beschießen und zerstören russische Truppen wichtige Objekte der Infrastruktur und befeuern massiv Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Mehrfachraketenwerfern und ballistischen Raketen.

Die Streitkräfte der Ukraine und territoriale Verteidigungseinheiten wehren sich heldenhaft gegen die russischen Invasoren.

In der Ukraine wurde das Kriegsrecht verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen.

Die Ukraine hat die Russische Föderation beim Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag offiziell verklagt.

Foto: Ochmatdyt

yv


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