Ungarn hat Geld und Wertgegenstände von Oschadbank an Ukraine zurück gegeben – Selenskyj
Ungarn hat die im März dieses Jahres von ungarischen Geheimdiensten beschlagnahmten Gelder und Wertgegenstände von Oschadbank (ukrainische staatliche Bank – Red.) an die Ukraine zurückgegeben.
Das gab Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Facebook bekannt.
„Ein wichtiger Schritt in den Beziehungen zu Ungarn: Heute sind die im März dieses Jahres von ungarischen Geheimdiensten beschlagnahmten Gelder und Wertgegenstände von Oschadbank zurückgegeben worden. Damals hatte die ungarische Seite ukrainische Inkassanten unrechtmäßig festgenommen. Wir haben die Leute schneller geholt, und nun befinden sich die Gelder und Wertgegenstände vollständig auf ukrainischem Territorium“, so Selenskyj.
Er dankte Ungarn für diesen konstruktiven und zivilisierten Schritt.
„Ich bin Ungarn für diesen konstruktiven und zivilisierten Schritt dankbar. Ich danke allen im ukrainischen Team, die sich für eine faire Entscheidung eingesetzt und die Interessen unseres Staates und unseres Volkes geschützt haben“, fügte der ukrainische Präsident hinzu.
Wie berichtet erklärte Außenminister Andrij Sybiha am Abend des 6. März, dass ungarische Behörden in Budapest sieben ukrainische Staatsbürger, Angestellte der Oschadbank, als Geiseln genommen und das von ihnen transportierte Geld beschlagnahmt hätten. Laut Sybiha befanden sich die sieben Oschadbank-Angestellten auf der Durchfahrt zwischen Österreich und der Ukraine in zwei Bankfahrzeugen und transportierten Bargeld im Rahmen des regulären Geschäftsbetriebs zwischen staatlichen Banken.
Am 10. März verabschiedete die ungarische Regierung eine Sonderverordnung bezüglich des in den Fahrzeugen der Oschadbank beschlagnahmten Bargelds und Goldes. Die Vermögenswerte sollten bis zum Abschluss der Ermittlungen unter der Kontrolle der ungarischen Behörden bleiben.
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