G7-Staaten versprechen Ukraine Unterstützung „solange das erforderlich ist“ - Scholz

Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen (G7) haben sich beim Gipfeltreffen in Japan ausführlich mit Russlands Angriff auf die Ukraine auseinandergesetzt. Das sagte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz in einem Pressestatement am Ende des ersten Tages des Gipfels im japanischen Hiroshima.

„Wir haben hier noch einmal versichert, dass wir der Ukraine die notwendige Unterstützung geben werden, solange das erforderlich ist, mit humanitären Mitteln, mit finanziellen Mitteln, aber eben auch mit Waffenlieferungen. Das ist ein breiter Konsens, den die G7-Staaten in dieser Frage gefunden haben. Er ist auch wichtig, weil er ja auch eine Botschaft enthält, nämlich dass ein fairer Frieden nur möglich ist, wenn Russland einsieht, dass es diesen Krieg beenden und Truppen zurückziehen muss“, erklärte Scholz.

Nach Worten des Bundeskanzlers ist ein Krieg gegen die Ukraine der „furchtbare Krieg, den Russland dort vom Zaun gebrochen hat mit unglaublich vielen Menschen, die diesem Krieg zum Opfer gefallen sind. Er hat der Ukraine unglaubliche Zerstörung gebracht, hat aber auch Konsequenzen für die ganze Welt.“

Scholz begrüßte die Teilnahme von Präsident Wolodymyr Selenskyj, mit dem er in den letzten Tagen „sehr intensive Gespräche“ hatte, am G7-Gipfeltreffen. „Wir haben sehr gute Arbeit geleistet hier bei den Beratungen, die unter der Regierungschefin und den Regierungschefs stattgefunden haben. Es gibt parallel viele Vorbereitungen zu konkreten Verständigungen, die wir hier treffen“, sagte er in Bezug auf Sanktionen gegen Russland. „Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir alles dafür tun, dass wir die bereits entwickelten Sanktionen, die darauf zielen, Russland davon abzubringen, diesen Krieg fortzusetzen, immer weiter präzisieren. Das ist die Verständigung, die wir hier im Wesentlichen getroffen haben“, so Scholz.