Rutte zum Krieg im Nahen Osten: Ukraine darf nicht ohne Hilfe gelassen werden

Die europäischen Verbündeten tun alles, um die USA und Israel bei der Operation gegen den Iran zu unterstützen, ohne sich direkt an den Kampfhandlungen zu beteiligen. Die Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland müsse jedoch weiterhin Priorität haben, erklärte Nato-Generalsekretär Mark Rutte in einem Interview mit ARD, berichtet Ukrinform.

Europa engagiere sich in der Tat, ohne sich an der Militäroperation zu beteiligen. Es tue alles, damit die USA und Israel das tun können, was sie tun, so Rutte.

Seiner Ansicht nach habe sich die Bedrohung durch den Iran, insbesondere für Israel, nach der US-amerikanisch-israelischen Operation deutlich verringert.

Der Nato-Generalsekretär zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die Kampfhandlungen im Nahen Osten die Raketenreserven der amerikanischen Luftverteidigungssysteme nicht ausschöpfen werden. Was die Reserven der Luftverteidigungssysteme angehe, könne ich Ihnen versichern: Sie seien beträchtlich. Sie werden nicht so schnell ausgehen, sagte er.

Der Nato-Generalsekretär betonte gesondert die Notwendigkeit, die Ukraine trotz der aktuellen Lage im Nahen Osten weiterhin zu unterstützen.

Wir müssen alles tun, um die Amerikaner zu unterstützen, gleichzeitig aber sicherstellen, dass die Ukraine in diesem Kampf so stark wie möglich werde, betonte er.

Wie berichtet führten die USA und Israel am 28. Februar gemeinsame Angriffe auf Ziele des iranischen Regimes durch. Anschließend griff der Iran US-Stützpunkte in Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain und Jordanien an.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, dass die Streitkräfte des Bündnisses nicht an der gemeinsamen US-israelischen Militäroperation gegen den Iran beteiligt sein werden.

Foto: Nato