Protestaktion in Lettland gegen Getreidetransit aus Russland
In der lettischen Stadt Jēkabpils hat am Samstag, den 7. November, eine Protestaktion gegen Transit von Getreide aus Russland und den besetzten Gebieten der Ukraine stattgefunden, wie ein Ukrinform - Korrespondent berichtet.
Teilnehmer der Aktion „Nein zu blutigem Getreide!“ forderten einen vollständigen Stopp des Transits von russischem Getreide durch Lettland.
An der Protestaktion nahmen über 300 Menschen und etwa 200 Fahrzeuge teil.
Unter den Protestierenden war auch der lettische Premierminister Andris Kulbergs.
Er räume ein, dass es derzeit nicht möglich sei, den Transit vollständig zu stoppen, da in der Europäischen Union zu dieser Frage bislang kein Konsens erreicht werden konnte. Eine einseitige Entscheidung könnte demnach zu negativen wirtschaftlichen Folgen für das Land führen, einschließlich Strafmaßnahmen, die auch lettische Landwirte betreffen könnten.
Kulbergs betonte, dass alle baltischen Staaten auf der EU-Ebene die Frage des Transitverbots für „blutiges Getreide aus Russland“ aufs Tapet bringen würden.
Nach Angaben lettischer Behörden ist der Getreidetransit aus Russland über Lettland in den ersten 10 Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um das 3,1-fache gestiegen.