Energieminister: Russland hat 18-mal Energieanlagen in der Ukraine in den vergangenen 24 Stunden angegriffen
Energieanlagen in der Ukraine seien in den vergangenen 24 Stunden 18-mal angegriffen worden, sagte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal in einem Online - Gespräch mit der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche.
Dies teilt das Ministerium für Energie der Ukraine auf Facebook mit.
Das Gespräch habe demnach im Anschluss an die Vereinbarungen zwischen dem Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, und dem Bundeskanzler, Friedrich Merz, staggefunden. Es sei insbesondere zusätzliche Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor besprochen worden, hieß es.
Die Hilfe der Partner sei derzeit von entscheidender Bedeutung, da Russland systematisch die Energieinfrastruktur der Ukraine zerstöre, betonte Schmyhal.
„Unsere Prioritäten sind: Auffüllung von Reserven an Energieausrüstung sowie Verstärkung des Schutzes, insbesondere von Hochspannungsleitungen über den Dnipro. Wir haben uns auf finanzielle Unterstützung durch Partner für die Beschaffung von benötigten Gütern für Reparaturarbeiten geeinigt. Wir rechnen auch mit der Lieferung von Transformatoren, Turbinen und Generatoren, die unter anderem von deutschen Herstellern produziert werden“, so Schmyhal.
Man habe zudem vereinbart, diplomatischen Bemühungen zu koordinieren, um Druck auf Russland wegen des jüngsten Angriffs auf ein Umspannwerk, welches für den Betrieb des Kernkraftwerks Chmelnyzkyj sei, zu erhöhen.
Schmyhal dankte Reiche und der deutsche Regierung für ihre „klare und konsequente Haltung in Bezug auf die Unterstützung für die Ukraine und unsere Energieresilienz“.
Foto: DTEK